Chancen auch für Schwächere

Azubi-Markt Arbeitsagentur vermeldet gute Situation für Bewerber

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist für viele junge Menschen 2012 positiv. Zu diesem Schluss kommen die Partner des Ausbildungspaktes und die Bundesagentur für Arbeit nach dem Ende des Berufsberatungsjahres. Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs und unterstützt durch die stabile konjunkturelle Lage haben die Betriebe ihr Ausbildungsangebot erneut leicht erhöht. Zugleich ist die Zahl der Bewerber bundesweit etwas gestiegen. In vielen Branchen und Regionen konnten Betriebe aber keine passenden Bewerber finden. Die Region Südwestsachsen vermeldet entgegen dem bundesweiten Trend weniger Bewerber bei steigendem Lehrstellenangebot, was den Kampf um den Nachwuchs härter werden lässt:. "Betriebe, Berufsschulen und Gymnasien werben alle zugleich um die Absolventen der Mittelschulen. Wir beobachten einen Trend zu weiterführenden Schulen wie Gymnasien und Fachoberschulen. So schrumpft die Zahl der Ausbildungsbewerber zusätzlich", sagt Christiane Müller, Bereichsleiterin Berufsberatung der Arbeitsagentur Chemnitz. "Schüler mit schwachen Noten haben es zudem deutlich schwerer, sich im Bewerbungsverfahren zu behaupten. Es ist jedoch erste Wahl, möglichst jedem Interessenten direkt zum Lehrvertrag zu verhelfen und Warteschleifen zu vermeiden. Ich empfehle unseren Unternehmen, sich schneller als früher für ihren künftigen Azubi zu entscheiden und auch Leistungsschwächeren eine Chance zu geben." Zur Unterstützung finanziert die Arbeitsagentur leistungsschwächeren Azubis Nachhilfeunterricht.