Chemnitz bekommt Unterstützung für Kulturhauptstadt-Bewerbung

Kultur Projekte mit Gemeinden und Städten aus dem Erzgebirge

Zschopau. 

Zschopau. Rund neun Monate bleiben der Stadt Chemnitz noch, um ihre Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 abzugeben. Noch ist also etwas Zeit, um am Konzept zu feilen. Aufgerufen sind dabei auch die Chemnitzer Bürger, die unter dem Motto "Nimm Platz" ungenutzte Plätze oder Areale der Stadt durch kreative Ideen mit Leben füllen können. Allerdings bauen die Organisatoren auch auf Unterstützung aus dem Umfeld. So sind Projekte mit Gemeinden und Städten geplant, die Chemnitz bei der Bewerbung unterstützen.

Die Frage nach den Kosten weckte Skepsis

25 Kommunen haben sich dazu bekannt, darunter auch Vertreter aus dem mittleren Erzgebirge. Nach Amtsberg, Olbernhau und Pockau-Lengefeld will auch Zschopau etwas dazu beitragen, dass Chemnitz in sechs Jahren europaweit für Furore sorgt. Allerdings gab es vor diesem Beschluss des Zschopauer Stadtrates, assoziierter Partner der Bewerbung zu werden, eine ausführliche Diskussion. Skepsis weckte vor allem die Frage nach den Kosten von Projekten. Darüber soll der Stadtrat in Einzelfällen entscheiden.

Welchen Bezug hat Zschopau zu Chemnitz?

Den Einwand, dass Zschopau keinen Bezug zu Chemnitz habe, konnte Arne Sigmund nicht nachvollziehen. "Gemeinsame Wurzeln haben wir zum Beispiel durch die Industrialisierung, den Fahrzeug- und Maschinenbau." Durch die Anbindung an die regionale Bahnstrecke ist Zschopau zudem Teil des Chemnitzer Modells - genau wie die Gemeinde Amtsberg, die sich durch die Textilindustrie mit Chemnitz verbunden sieht. "Wir sollten uns da als kleine Kommune nicht raushalten, sondern mitwirken", hatte Bürgermeister Sylvio Krause im Vorfeld erklärt. Mitte November war er einer der Anwesenden, als die Kommunen in Chemnitz ihre Unterstützung der Bewerbung offiziell besiegelten.