• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Christina Schwanitz: Trotz DM-Titel noch nicht am Limit

Leichtathletik Kugelstoßerin des LV 90 Erzgebirge bereitet sich auf Hallen-Europameisterschaft vor

Gelenau/Kienbaum. 

Gelenau/Kienbaum. Trotz Corona nimmt die Hallensaison für Deutschlands Top-Athleten doch noch an Fahrt auf. Nach den nationalen Titelkämpfen in Dortmund ging die Reise weiter ins brandenburgische Kienbaum, wo sich die Elite in diesen Tagen auf die Hallen-Europameisterschaft vorbereitet. Ausgetragen wird dieser internationale Höhepunkt vom 5. bis 7. März im polnischen Torun, wo auch der LV 90 Erzgebirge vertreten sein wird. Denn Christina Schwanitz ist nach ihrer Verletzungspause wieder Deutschlands Top-Athletin im Kugelstoßring, wie der nationale Vergleich in Dortmund gezeigt hat.

Im Training deutlich besser

"Dieser Sieg kam nicht überraschend", sagt Trainer Sven Lang über den ersten Platz der 35-Jährigen, die dennoch Luft nach oben hat. Denn im Training stößt Christina Schwanitz laut Lang wesentlich weiter als die 18,87 Meter, die ihr bei der Hallen-DM zu Gold reichten. "Sie hat sicherlich auf etwas mehr gehofft, aber im Wettkampf setzt Christina die Leistung noch nicht um", sagt der Trainer. Ähnlich fällt seine Einschätzung zu Katharina Maisch aus, die statt der erhofften Silbermedaille nur Bronze gewann. Noch enttäuschender war aber die Weite von 17,65 Metern. "Beim Einstoßen waren es locker über 18 Meter", berichtet Lang, der weiter auf das große Erfolgserlebnis in einem Wettkampf wartet. Ob Maisch bei der EM starten darf, klärt sich erst in dieser Woche.

Zwei Athleten mit Bestleistung

Für zwei andere DM-Teilnehmer des LV 90 kommt die Europameisterschaft nicht infrage, obwohl sie in Dortmund ansprechende Leistungen zeigten. So erreichte Sarah Schmidt als Fünfte der Frauen-Konkurrenz eine persönliche Hallenbestleistung von 16,92 Metern. Für Cedric Trinemeier, der bei den Männern Platz 6 belegte, stellten seine 19,29 Meter generell eine Bestleistung dar. "Das war ein richtig großer Schritt", bilanziert Lang. Endlich zahle sich die Umstellung auf die Drehstoßtechnik, die im November 2019 begann, aus. "Der Bann ist gebrochen", frohlockt der Trainer, der in Dortmund einen hochklassigen Wettbewerb der Männer erlebte: "Sieben Athleten haben weiter als 19 Meter gestoßen. Das war beachtlich."