Chronik über Hohndorfer Gebäude

Buchtipp Häuser erzählen die Geschichte der Architektur des Ortes

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Wolfgang Gruner (l.) und Ulli Rosenlöcher (r.) mit ihrem Buch "Hohndorfer Häuser" vor dem ehemaligen Ratskeller. Foto: Georg Ulrich Dostmann

Hohndorf. Die gebürtigen Hohndorfer Wolfgang Gruner und Ulli Rosenlöcher erfuhren vor zwei Jahren davon, dass einige Bauwerke im Ort in den nächsten Jahren abgerissen werden sollen. Deshalb entwickelten die beiden die Idee, die Geschichte der Hohndorfer Gebäude für die Nachwelt festzuhalten. Vor etwa einem Jahr begannen sie an ihrem Buch "Hohndorfer Häuser" zu arbeiten, in dem sie rund 120 Gebäude mit der historischen, aktuellen oder beiden Ansichten vorstellen. Seit Mitte Dezember ist das Werk im Rathaus, in der Kirchgemeinde, den beiden Schreibwarengeschäften und im Blumengeschäft Schnerr erhältlich. "Zu jedem Haus haben wir noch eine geschichtliche Dokumentation beigefügt und gelegentlich sind auch vorhandene Bauzeichnungen noch mit abgedruckt", sagt der 49-jährige Ulli Rosenlöcher, der gleichzeitig auch der Hohndorfer Ortschronist ist. Er besitzt über 300 Ansichtskarten mit historischen Aufzeichnungen des Ortes, die er teilweise von der Bevölkerung bekommen, im Internet ersteigert oder auf Börsen ergattert hat. Teilweise hat er bis zu 30 Euro für eine Postkarte bezahlt. Die Zusammenarbeit mit Wolfgang Gruner ist durch einen Jubiläumsband zur 550-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 2010 entstanden.

"Das Spannende an den Häusern ist der Wandel durch die Einflüsse des Bergbaus. Hohndorf hat sich ab 1870 von einem Dorf zu einem 7000-Einwohner-Ort entwickelt hat. Aus diesem Grund wurden deshalb keine Fachwerkhäuser, sondern Zweckbauten an den großen Straßen gebaut wurden", sagt Ulli Rosenlöcher. Das ganze hatte jedoch auch einen Vorteil, da sich dadurch auch zahlreiche Geschäfte ansiedelten.

Die Gegend um Hohndorf wurde vermutlich um 1250 erstmalig besiedelt. Die erste urkundliche Benennung des Ortes gibt es ab dem 15. Jahrhundert.