Chronik zum 300. Geburtstag von George Körner

Buch Bockau veröffentlicht Werk über die Kirchlichen Nachrichten

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Reinhard Laukner hat die Jährlichen Nachrichten von Bockau der Jahre 1763 bis 1955 aufgetrieben und erstmalig in einem Band vereinigt. Foto: Georg Dostmann

Bockau. Nachdem die Magister-George-Körner-Gesellschaft in Bockau im Jahr 2001 eine Geschichtschronik über den Ort bis 1763 herausgebracht hat, wollte Vorstandsmitglied Reinhard Laukner sich auch mit der weiteren Geschichte der Gemeinde befassen. In einem langwierigen Prozess hat er die Jährlichen Nachrichten von Bockau von 1763 bis 1955 in einem Buch zusammengetragen.

Zunächst fertigte er ein Exemplar für sich selbst. "Im Frühjahr 2016 war die Körnergesellschaft derartig begeistert davon, dass sie beschlossen hat, das Buch zum 300. Geburtstag von George Körner zu veröffentlichen", erzählt Reinhard Laukner. Die Festveranstaltung dazu fand bereits Ende Oktober vor 70 geladenen Gästen statt, darunter die Sozialministerin Barbara Klepsch.

Informationen zum neuen Buch

Das Buch kann über die Körnergesellschaft und im Pfarramt Bockau für 70 Euro erworben werden. Es beinhaltet 580 Seiten und wiegt 1,5 Kilogramm. Bei den Jährlichen Nachrichten von Bockau handelt es sich um kleine Hefte, die einmal im Jahr erschienen sind. In ihnen haben die Pfarrer des Ortes die Highlights aus dem Jahr niedergeschrieben.

"Es ging um kirchliche Nachrichten, Einwohnerstatistiken, Gemeindeangelegenheiten und vieles mehr", sagt der 68-Jährige. George Körner wurde am 28. November 1717 in Pölbitz geboren und war ab 1747 als Pfarrer in Bockau tätig. Von 1750 bis 1763 schrieb er die Bockauische Chronik und kam anschließend auf die Idee, sie durch die Jährlichen Nachrichten zu ersetzen. 1936 wurde der Druck des Heftes aus unbekannten Gründen eingestellt.

Insgesamt wurden 180 Hefte veröffentlicht

Die Natur- und Heimatfreunde Bockau veröffentlichten 1953 eine Zusammenfassung der Jahre 1936 bis 1953. Drei Jahre später wurde das letzte Werk veröffentlicht, welches die Jahre 1954 und 1955 thematisiert. "Es gab ein weiteres unveröffentlichtes Heft von 1956 und 1957, welches von der Zensurstelle des Bezirks Karl-Marx-Stadt verboten wurde, da es angeblich nicht in die damalige Gesellschaftsform passte", berichtet der Bockauer.

Er selbst sammelte die Hefte seit den frühen 1980er-Jahren, fehlende Exemplare hat er gekauft. Trotzdem fand er von 180 Heften nur 140. Die restlichen Hefte wurden leihweise vom Kircharchiv zur Verfügung gestellt.