Claus Kempe zeigt den Bergbau im Miniformat

Buckelbergwerke Olbernhauer hält erzgebirgische Tradition am Leben

claus-kempe-zeigt-den-bergbau-im-miniformat
Claus Kempe mit seinem neuen Buckelbergwerk. Er pflegt das selten gewordene Hobby schon seit zehn Jahren. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Claus Kempe pflegt ein wahrscheinlich vom Aussterben bedrohtes Hobby. Er baut sehr gerne Buckelbergwerke. Erst vor einigen Tagen ist ein weiteres Exemplar fertig geworden.

Mini-Bergbau als Altar

Dabei hat der Olbernhauer etwas ganz Neues versucht. So ähnelt das Exemplar auf dem ersten Blick einem Bergaltar. Dieser Eindruck entsteht nach dem Öffnen der beiden Türen. Sie tragen Bilder von einem Bergmann und einem Hüttenarbeiter in Arbeitstracht, wie sie um 1800 üblich gewesen ist. Außerdem krönt ein kleiner Heimatberg das Buckelbergwerk. "Diese Verbindung liegt eigentlich nahe.

Er will an die alte Tradition erinnern

So kann man ganz deutlich zeigen, was sich einst im Bergbau über und was sich unter Tage abgespielt hat", erklärte das Claus Kempe. Vor zehn Jahren hat der Bastler mit diesem Hobby begonnen. Ein bis zwei Exemplare schafft er pro Jahr. Damit hat er bislang vor allem Freunde und Familienmitglieder bedacht. Sein Anliegen ist dabei ganz klar. "Ich möchte die Erinnerung an die bergmännischen Traditionen im Erzgebirge am Leben erhalten. Die Buckelbergwerke sind ein Teil davon", betonte er.

Detailgetreue Elemente

Damals wie heute zeigen sie mit zum Teil beweglichen Elementen, wie schwer der Alltag der Bergleute war. Sie zeugen aber auch von der tiefen Religiosität dieses Berufsstandes. Deshalb sind in den Schöpfungen des 69-Jährigen neben Hauern, Zimmerleuten, Haspelknechten auch betende Bergmänner zu sehen. Zu neusten Exemplar gehört sogar eine Darstellung der Seiffener Kirche samt Kurrende.