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Corona: Bundeswehr hilft im Kreiskrankenhaus Stollberg

Corona Einrichtung steht vor vor großen Herausforderungen

Stollberg. 

Stollberg. Am Kreiskrankenhaus (KKH) Stollberg gilt bereits seit Ende Oktober ein Besuchsverbot aufgrund der Entwicklung der Covid19-Infektionszahlen. Die Lage im Erzgebirgskreis ist weiterhin sehr angespannt. Das KKH Stollberg steht zunehmend vor großen Herausforderungen mit Blick auf die steigende Zahl von stationär zu behandelnden Covid-19-Patienten auf den Normalstationen, in der Zentralen Notaufnahme und auch auf Intensivstation. Wie Dr. med. Gregor Hilger, Leitender Chefarzt des KKH Stollberg erklärt, gestaltet sich insbesondere die personelle Situation momentan schwierig. Zum einen aufgrund der notwendigen Umstrukturierung der Stationen und zum anderen, weil stationär zu behandelnde Covid-19-Patienten meist sehr pflegeintensiv sind. Mittlerweile sind zehn Bundeswehrsoldaten am KKH Stollberg mit im Einsatz, um das pflegerische Personal zu unterstützen und zu entlasten. Die Soldaten übernehmen dort verschiedene Hilfstätigkeiten, wie Transportdienste oder organisatorische und administrative Aufgaben.

Oberstleutnant Jörn Hebestreit, Leiter des Kreisverbindungskommandos Erzgebirgskreis sagt: "Es gestaltet sich schon schwierig. Wir haben im Erzgebirgskreis insgesamt knapp über 100 Soldaten im Einsatz in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Davon sind lediglich drei gelernte Sanitätskräfte. Der Rest sind reguläre Soldaten - Versorger, Pioniere und Kampfeinheiten. Die Soldaten sind schon in der Lage ein würdiges Sterben zu begleiten aber nicht, wenn täglich mindestens eine Person stirbt. Jeden Tag mit Sterbenden konfrontiert zu sein, ist für die Soldaten eine neue Herausforderung." Vorerst sind die Bundeswehrsoldaten befristet bis 23. Dezember 2020 im Einsatz und wie Oberstleutnant Jörn Hebestreit erklärt könne in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der pandemischen Lage gegebenenfalls eine Verlängerung beantragt werden.



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