Corona-Krise: FCE-Boss Leonhardt ruft "Alarmstufe Rot" aus

Fussball Persönlicher, öffentlicher Post des Veilchen-Präsidenten bei Facebook gibt einen tiefen Einblick

Aue. 

Aue. Mehr als 1600 Likes hat ein Beitrag von Helge Leonhardt auf Facebook erhalten. Zudem wurde der Beitrag mehr als 540-mal geteilt. Obwohl der Präsident des FC Erzgebirge Aue eine Person des öffentlichen Interesses ist und er völlig zurecht auch als Promi bezeichnet werden kann, dürfte selbst ihn dieser hohe Zuspruch zunächst gewundert und dann auch gefreut haben. Was war passiert?

Am Samstagabend 22.09 Uhr hat Leonhardt einen Post veröffentlicht. Überschrift: "Corona - AKTUELLE MITTEILUNG !! Persönlich". In der Unterzeile heißt es: "Es geht um Eid, Ehre, Charakter und unsere Wismut DNA." Leonhardt bringt in diesem Post zum Ausdruck, dass er sich große Sorgen macht. Der Veilchen-Boss zitiert Bundesminister Spahn, der den jetzigen Zustand als Ruhe vor dem Sturm bezeichnet. "Diese Aussage der Regierung zwingt mich dazu, dass ich die Alarmstufe Rot aufrufe - für alle unsere Firmen, die ich mit meinem Bruder Uwe durch die Krise führe und auch für unseren Fußballclub", schreibt Leonhardt und ergänzt: "Dabei geht es vorrangig um die Gesundheit und wirtschaftliche

Überlebensfähigkeit." Der Post ist kein Spaß. Er ist authentisch und genauso markig, wie die Erzgebirger Helge Leonhardt schätzen. Ein schwarz-weiß Foto, das ihn mit verschränkten Armen zeigt, spricht weitere Bände.

Doch Leonhardt hat nicht nur Angst, sondern auch ganz klare Forderungen: "Durch die weltweiten Auswirkungen kann es zur Kernschmelze kommen, in jedem Bereich . Gerade auch in der Wirtschaft und im Finanzsystem. Das muss mit aller Kraft verhindert werden, weil dann wird nichts mehr so sein wie es war, was wahrlich wirklich keiner will. Lasst uns deshalb kämpfen und das verhindern", schreibt Leonhardt. Unter seinen Anhänger erntet er dafür viel Anerkennung. "Wahre, starke Worte" schreiben einige unter den Post.