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Corona-Lage im Erzgebirge: Landrat Vogel sieht "die Maßnahmen wirken"

Corona Patientenzahlen in den Krankenhäusern rückläufig

Erzgebirgskreis. 

Erzgebirgskreis. Laut Pressekonferenz im Landratsamt des Erzgebirgskreises sind insgesamt bisher 19.417 amtlich bekannte Infizierte bzw. laborbestätigte Fälle von Personen, bei denen das SARS-CoV-2 Virus nachgewiesen wurde, für den Erzgebirgskreis statistisch erfasst. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind 515 Fälle dazu gekommen. Inzwischen sind 546 Personen aus dem Personenkreis der amtlich bekannten Covid-19 Infizierten verstorben, im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind es 17 mehr. Das Durchschnittsalter aller bisher im Erzgebirgskreis amtlich bekannten Infizierten liegt bei 54 Jahren, bei den Verstorbenen liegt der Mittelwert bei 83 Jahren.

Rückläufige Tendenz bei den Neuinfektionen durch den Lockdown

"Erfreulicher Weise verzeichnen wir bei den täglichen Neuinfektionen gegenwärtig eine rückläufige Tendenz, die sich in der Verlaufskurve als anfängliche Plateaubildung abbildet. Waren es in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 2020 täglich rund 300 Neuinfektionen pro Tag, haben wir uns in Bearbeitung amtlich bekannter Covid-19-Fälle in der Vorwoche (18. bis 24. Januar 2021) bei etwa 77 Fällen pro Tag bewegt", erörtert Frank Reißmann, Abteilungsleiter für Soziales und Ordnung. Aufgrund der beschränkten Kontakte im Lockdown haben sich die durchschnittlich zu ermittelnden Kontakte der positiv getesteten Personen auf durchschnittlich zwei bis drei reduziert. "Das hilft momentan das Infektionsgeschehen zu bremsen, sollte uns aber nicht glaubhaft machen, dass wir über den Berg sind. Denn die Infektionszahlen sind in Gänze noch immer zu hoch, einen erneuten Anstieg gilt es mit aller Anstrengung zu vermeiden", so Reißmann.

Entwicklung und gegenwärtige Situation in den sechs Krankenhäusern im Erzgebirgskreis

Die Anzahl stationär zu behandelnder Covid19-Patienten in den Krankenhäusern auf den Normalstationen ist seit Jahresbeginn rückläufig. Im Vergleich zu den bisherigen Höchstbelegungen von etwa Mitte bis Ende Dezember 2020 zeichnet sich eine Entspannung der Versorgungslage in den Krankenhäusern ab. Der Höchstwert stationär betreuter Covid-19-Patienten wurde am 14. Dezember 2020 mit 334 Covid-19-Patienten erreicht, aktuell ist eine Belegung mit 120 Corona-Patienten zu verzeichnen.

Auch die intensivmedizinische Betreuung von Corona-Patienten ist in Summe rückläufig und liegt aktuell gemäß DIVI-Intensivregister bei 36 Prozent an der Gesamtanzahl der intensivmedizinisch betreuten Patienten. Der höchste Wert schwerer Verläufe klinisch betreuter Covid-19-Patienten war am 23. Dezember 2020 mit 56 Fällen zu verzeichnen, nun seien es 27.

Neue Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen

Der Freistaat Sachsen hat gestern seine Corona-Schutz-Verordnung angepasst und setzt somit den gemeinsamen Beschluss der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vom 19. Januar 2021 auf Landesebene um. Die neue Verordnung gilt vom 28. Januar bis Ablauf des 14. Februar. Der Wortlaut der Corona-Schutz-Verordnung ist auf www.coronavirus.sachsen.de veröffentlicht sowie auf www.erzgebirgskreis.de/coronavirus unter der Rubrik "Rechtsvorschriften" nachzulesen.

Landrat gibt sich optimistisch

"Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen von COVID-19 im Erzgebirgskreis stimmen mich optimistisch und zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind - die Maßnahmen wirken. Der Inzidenzwert hat sich innerhalb der letzten zwei Wochen mehr als halbiert. Lagen wir am 14. Januar 2021 noch bei einem Inzidenzwert von 299,2, sind es heute 140,0. Dieser positive Eindruck darf aber nicht täuschen, es ist eine Momentaufnahme. Die täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinken, aber bis zur Normalität ist es noch weit. Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich allen Erzgebirgerinnen und Erzgebirgern, die bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens aktiv mitgewirkt und sich an die geltenden Regeln konsequent gehalten haben. Dieses disziplinierte Verhalten ist weiter gefordert. Trotz positiver Entwicklung müssen wir in Zukunft weiterhin achtsam und sorgsam in unserem Handeln sein."