Cross de Luxe 2026 im Erzgebirge: „So krass war es noch nie“

Wetterbedingt wurde der Hindernislauf am Filzteich diesmal zu einer besonderen Herausforderung – sowohl für die 1800 Teilnehmer als auch für die Veranstalter

Schneeberg

Mit Regen und Kälte kennen sich die Veranstalter des Cross de Luxe aus, wenn es um den Schneeberger Filzteich geht. Von all den Hindernisläufen ihrer Serie ist der im Erzgebirge meist der, der die schwierigsten Witterungsbedingungen mit sich bringt. Diesmal wurden die bisherigen Erfahrungen aber noch einmal übertroffen.

„So krass war es noch nie“, sagt Cheforganisator Friedemann Trepte über das (Un-)Wetter, das am Sonntag beinahe für einen Abbruch der Veranstaltung gesorgt hätte. Gerade als die Teilnehmer des 18-Kilometer-Wettbewerbs (Hard18) ihre erste Runde hinter sich hatten, zog ein schweres Gewitter auf.

Veranstaltung für 90 Minuten unterbrochen

„Dabei war es an den Tagen zuvor so schön gewesen“, sagt Trepte. Selbst am Tag zuvor waren die Wetterkapriolen trotz Regenvorhersage nicht abzusehen. Am Morgen des Wettkampfes deuteten die Prognosen jedoch frühzeitig auf den Starkregen samt Blitz und Donner hin, sodass die Veranstalter auf das Szenario vorbereitet waren.

„Sicherheit geht vor“, sagt der Organisationsleiter – und begründet so den Abbruch des Hard18. Für seinen dritten Sieg beim fünften Schneeberger Cross de Luxe musste Michael Siegel daher nur die Hälfte der Distanz zurücklegen.

Frau läuft auch den Männern davon

„Der Abbruch war richtig, sie haben trotzdem das Beste draus gemacht“, so der 39-jährige Sieger vom Läuferbund Schwarzenberg, der kurz darauf gleich noch einmal jubeln durfte.

Als nach einer anderthalbstündigen Unterbrechung schließlich die Teilnehmer der 9-Kilometer-Distanz (Big9) auf die Strecke geschickt wurden, stellte nämlich seine Partnerin Lotta Hanzelmann ihre tolle Kondition unter Beweis. Noch vor dem schnellsten Mann kam sie als Siegerin ins Ziel – und das, obwohl das erst ihr zweiter Hindernislauf dieser schlammigen Art war.

Generell gehörten wieder einige Neulinge zu den insgesamt 1800 Startern, von denen einige Glück hatten. Der Familien-Wettbewerb am frühen Vormittag ging nämlich noch bei schönem Wetter über die Bühne.

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