Dachdecker-Handwerk bietet Schnupperkurse

Ausbildung Interessierte können sich in den Ferien einen Überblick verschaffen

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Die Dachdeckerinnung traf sich Ende letzten Jahres im Kulturhaus Lauter. Foto: Carsten Wagner

Zwickau. Die Dachdeckerinnung Zwickau zählt 37 Mitgliedsbetriebe, die sich unter anderem auch im Raum Aue-Schwarzenberg befinden. Doch auch im Dachdeckerhandwerk gibt es den vielzitierten Fachkräftemangel. "Das Problem ist der Mitarbeitermangel", sagt Dachdeckermeister Harald Englert aus Lauter und ergänzt: "Mit Lehrlingen ist es auch sehr schwierig geworden, weil keiner mehr diesen schweren Beruf lernen will."

Ein Arbeitsplatz an der frischen Luft

Es sei nun einmal ein Beruf, in dem man im Sommer mit der heißen Sonne, im Winter mit der Kälte "zu kämpfen" habe. Trotzdem liebt Englert seinen Beruf und schwärmt: "Der Beruf ist sehr vielseitig. Der Arbeitsplatz an der frischen Luft sucht seinesgleichen." Die Bezahlung im Dachdeckerhandwerk ist zudem an Mindestlöhne gebunden, so dass die Bezahlung in Ordnung ist. Allerdings können Handwerksbetriebe in Sachen Lohn kaum mit den Industriebetrieben konkurrieren.

Moderne Aufzüge erleichtern die Arbeit

Die Innung biete natürlich vielfältige Möglichkeiten für Praktika und Schnupperkurse in den Ferien - darauf verweist Innungsobermeister Frank Kreher. Zudem können sich die Auszubildenden über moderne Bedingungen im Landesbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks in Bad Schlema freuen. Technik erleichtere die Arbeit.

So werden heutzutage in vielen Betrieben moderne Aufzüge für den Materialtransport und Hebenbühne eingesetzt. "Das gab es früher nicht", sagt Harald Englert. Vor ein paar Jahren noch klemmte man sich das Material mehr oder weniger unter den Arm und stieg damit Treppen und Leitern nach oben.