Damit es nicht mehr stinkt: Investitionen im Wasserwerk

Bauvorhaben Kläranlage in Elterlein wird auf neuesten Stand der Technik gebracht

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Foto: Carsten Wagner

Langenberg. Der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) investiert zirka 2,86 Millionen Euro in den Bau eines neuen Reinwasserbehälters in Langenberg. Dieser gehört zum Wasserwerk St. Katharina, soll ein Fassungsvermögen von 16000 Kubikmetern haben und den alten Behälter mit einem Fassungsvermögen von 150 Kubikmeter ablösen.

Wie Dr. Frank Kippig, der Geschäftsführer der Wasserwerke mitteilte, wird der neue Reinwasserbehälter aus zwei gleich großen Kammern je 800 Kubikmeter bestehen. Aktuell ist eine riesige Baugrube zu sehen, die von tiefen Spundwänden umrandet ist. Dort entsteht das Fundament der beiden Kammern sowie des zukünftigen Bedien- und Filtergebäudes mit Zu- und Ablauf. Läuft alles nach Plan, soll der Bau Ende kommenden Jahres fertig gestellt werden.

ZWW schafft Arbeit

Fast 17 Millionen investiert der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge in diesem Jahr. Ein entsprechendes Investitionspaket hatte die Verbandsversammlung Ende 2016 einstimmig beschlossen. Damit sei der ZWW auch in diesem Jahr einer der wichtigsten Auftraggeber für die hiesige Bauwirtschaft, so der Verbandsvorsitzende Joachim Rudler. Besonders positiv für die Endverbraucher, Trink- und Abwassergebühren bleiben 2017 konstant.

Zu den Bauvorhaben in diesem und im kommenden Jahr gehört der komplette Ausbau der Kläranlage Elterlein. ZWW-Geschäftsführer, Dr. Frank Kippig: "Ein dreistufiges Scheibentauchkörpersystem soll das bisherige zweistufige Rotationstauchkörpersystem ersetzen." Zudem werden der Vorklär- und Pufferbeckenbereich angepasst und der Schlammspeicher erneuert.

Maßnahme gegen den Geruch

"Die Kläranlage in Elterlein ist zwar ein Nachwendebau, entspricht aber nicht dem Stand der Technik", so ZWW-Chef Kippig. Damit kommt man auch dem Drängen der Anwohner nach, die sich über unangenehme Gerüche beschwerten. Mit dem Neubau werde sich auch das ändern, stellt Kippig in Aussicht. Zudem werden sich die Abwassereinleitwerte verbessern. Die Investitionssumme liegt bei 1,6 Millionen Euro.

Knapp 11 Millionen Euro will der ZWW in diesem Jahr in die weitere abwassertechnische Erschließung stecken und damit das Abwasserbeseitigungskonzept umsetzen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen in Waschleithe, wo seit Anfang Mai beispielsweise im hinteren Teil des Parkplatzes am Ortseingang eine neue Gruppenkläranlage entsteht.

Neue Trinkwasserleitungen

Knapp 4 Millionen Euro stehen für neue Trinkwasserleitungssystem zur Verfügung. "Um Synergien in der Bauausführung zu nutzen, werden bei Kanalbaustellen auch grundsätzlich die Trinkwasserleitung mit ausgewechselt", so Dr. Frank Kippig.