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Das 8. Leinölfest steigt im Pockauer Mühlenviertel

Aktion Historisches Handwerk, Musik und ein Festumzug

Pockau-Lengefeld. 

Pockau-Lengefeld. Nur aller fünf Jahre wird in Pockau das Leinölfest gefeiert. Am Wochenende, dem 8. und 9. September ist es wieder soweit: Dann steigt in und rund um die Pockauer Ölmühle das beliebte Fest in seiner 8. Auflage. Das Pockauer Leinölfest wird seit 1983, dem 200. Jubiläum der Pockauer Ölmühle, aller fünf Jahre als Mühlengeburtstag gefeiert. 2018 kann die Mühle folglich auf 235 Jahre zurückblicken.

Nicht nur in der Mühle selbst, sondern entlang des gesamten Mühlenweges lädt dieser Geburtstag die Gäste zu tollen Programmen und stimmungsvollen Auftritten ein. Zu bestaunen gibt es jede Menge historisches Handwerk. Wer Lust hat, der kann sich im Spinnen, Klöppeln, Weben, Filzen, Schnitzen, Drechseln, Holzspanziehen, Töpfern, Schmieden, Röhrenbohren, Korbmachen, Seilern, Dreschen, Zinngießen, Imkern und vielem mehr ausprobieren. Zahlreiche Vereine der Stadt setzen sich dafür ein, dass das gesamte Festwochenende in allem was dazu gehört ein Erfolg wird.

Ganz egal, ob die vielfältigsten Veranstaltungen, Spiel und Spaß für die kleinen Besucher oder das leibliche Wohl der Gäste - zum 8. Leinölfest ist für alles bestens gesorgt. Die Pockauer Ölmühle kann am Samstag und Sonntag besichtigt werden. Im gesamten Mühlenviertel präsentiert sich historisches Handwerk und auch die Angebote für die Kinder laden an beiden Tagen in das Viertel ein.

Männergesänge am Samstag und der musikalische Frühschoppen am Sonntag

Die Eröffnung steigt am Samstag um 10 Uhr mit der Kantorei. Am Nachmittag gibt es Heimatliche Klänge auf der Bühne vom Männergesangverein 1861 Reifland e. V., den Flöhataler Jagdhornbläsern, von De Pascher, De Haamitleit und De Ranz. Ebenfalls darf man sich auf Straßenmusik von Hans Spielmann & Gespielin und von Akustik leis freuen. Am Abend sorgen Team Azur und Four2Late auf der Bühne für Stimmung.

Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst auf der Bühne. Ab 11 Uhr steht hier ein Musikalischer Frühschoppen mit dem Blasmusikverein "Flöhatal" auf dem Programm. Um 14 Uhr startet mit dem Festumzug im Festgelände das absolute Highlight. Anschließend wird es wieder stimmungsvoll, wenn auf der Bühne die Musikband Erzgebilly und die VHS-Klampfer aus Olbernhau urige Klänge zu Gehör bringen.

Frisches Brot und Kuchen aus dem Lehmbackofen des 16. Jahrhunderts

Zu den wichtigsten Stationen beim Leinölfest gehört das Schlagbauergut. Im Pockauer Backhaus vom "alten" Schlagbauergut wird der Lehmbackofen aus dem 16. Jahrhundert in Gang gesetzt. Von 1988 bis 1993 wurde der Backofen restauriert, sodass er am 11. September 1993, anlässlich des 3. Leinölfestes in Betrieb genommen werden konnte. Nun wird bereits das 8. Leinölfest gefeiert und die Besucher dürfen sich auf frisches Bauernbrot und Kuchen aus dem Lehmbackofen freuen.

Thomas Börner kennt sich aus mit seinem Ofen, obwohl der Bäcker zum Fest aus Zöblitz kommt. Er weiß: "Es ist ein ziemlich großer Backofen. Vor zehn Jahren haben wir hier große Brote gebacken und es passten etwa 30 bis 35 Stück hinein. Im Mai dieses Jahres war Probebacken angesagt. Nun werden kleinere Brote gebacken und damit kann der Bäcker 60 Stück auf einmal fertigstellen." Allerdings soll bereits am Montag damit begonnen werden, den Backofen vorzuheizen, damit er am Samstag die entsprechende Temperatur von circa 250 Grad hat und auch hält.

Seit über 400 Jahren leben hier die Familien Börner

Überhaupt hat das Schlagbauergut eine lange Tradition. Die Familien Börner sind auf dem Gelände seit über 400 Jahren ansässig. Thomas Börner lebt hier bereits in der 14. Generation und hat aus dem Erdgeschoss im Fachwerkhaus ein echtes Schmuckstück gemacht. Auch jetzt ist er noch voll am Wirbeln, um das Gelände für das Fest herzurichten.

Denn auf dem Hof gibt es an allen Tagen viel zu erleben. So kann man den Handwerkern beim Kettensägenschnitzen, Böttchern und Drechseln bei der Arbeit über die Schulter schauen. Ebenso steht Bubble-Fußball auf dem Programm. Auch kulinarisch ist alles bestens und der Renner dürfte ganz sicher die Wildschweinbratwurst vom Grill werden.



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