"Das Friedenslicht leuchtet auch im Erzgebirge"

Weihnachten Tradition aus Bethlehem erhält Einzug

Zöblitz. 

Zöblitz. Das Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet seit Montagabend auch in der Zöblitzer Kirche. Mit einer kurzen Andacht ist das Ereignis gefeiert worden. Wie schon in den vergangenen Jahren hatten Pfadfinder aus dem tschechischen Most (Brüx) die letzte Etappe übernommen. "Wir haben eine Partnerschaft mit den Pfadfindern in Brno (Brün)", erklärte der Leiter der tschechischen Gruppe Michál Tarant. Von dort kam es nach Most. Die Brünner wiederum holen das Licht seit dem Fall des Eisernen Vorhangs aus Wien. Durch Tschechien reist das Licht per Zug. Unterwegs springen die Pfadfinder auf Bahnhöfen oder an Haltepunkten kurz heraus, damit andere ihre Kerzen an dem Licht aus Bethlehem entzünden können.

Ursprünglich entzündet wurde es im Herbst in der Geburtsgrotte Jesu und wird von dort in alle Welt getragen. Es gilt als Zeichen des Friedens und der Verbundenheit. In Zöblitz holen sich viele Einheimische und auch Gäste das Licht aus der Kirche mit nach Hause. "Für viele fängt damit Weihnachten so richtig an", sagte der Zöblitzer Pfarrer Wolfram Rohloff.

Es drückt seiner Meinung nach auch die Verbundenheit der Christen hier mit den Christen in Palästina aus. Aus der Zöblitzer Kirche kann es sich jeder noch bis Mariä Lichtmess am 2. Februar mit nach Hause holen.

Weitere Stationen des Friedenslichtes sind St. Marien in Marienberg und die Bergkirche zu Seiffen. Auch dorthin ist es am Montagabend gebracht worden. Vor gut einer Woche kam es auch im Landratsamt in Annaberg an.

Dort hatte es die Johanniter-Jugend aus Dresden gebracht. Die Friedenslichtaktion 2019 steht in Deutschland unter dem Motto "Mut zum Frieden".