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Das größte europäische Theaterfestival in Turgi fand wieder statt

Theater Erzgebirger zu Treffen in der Schweiz

Stollberg. 

Stollberg. Zwei Jahre lang mussten sich die "Spielfreunde" aus Stollberg in Geduld üben. Nun endlich konnten sie mit ihrer Produktion "Wenn es den Farben zu bunt wird" in die Schweiz fahren. Dort gehörten sie zu acht Theatergruppen, die an einem der größten europäischen Theaterfestivals in Turgi teilgenommen haben.

Zweimal verschoben - dieses Jahr klappte es

Sieben Mädchen und Jungen aus dem Erzgebirge kamen in den Genuss des internationalen Austauschs. "Zweimal schon musste das Festival aufgrund der Corona-Situation verschoben werden. Diesmal hat es nun geklappt", sagt Michael Ö. Arnold, der für seine Schützlinge die Teilnahme organisierte. Allerdings hatten sich trotzdem ein paar Dinge geändert. So waren die Kinder nicht in Gastfamilien untergebracht, sondern als Gruppe in einem Pfadfinderheim. Die Teilnehmer fanden das sehr angenehm. Im Mittelpunkt standen natürlich die Aufführungen der einzelnen Theatergruppen, die aus sieben Ländern in die Schweiz angereist waren.

Ein Stück ohne Worte

Michael Ö. Arnold war ganz besonders von der Inszenierung der Slowenier begeistert. Diese zeigte ein Stück ohne Worte, dafür aber mit vielen Sound- und Lichteffekten. "Obwohl nicht gesprochen wurde, hatte man den Eindruck, dass die Puppen reden", so der Theaterfan. "Let´s call her light" war das Stück der slowenischen Gruppe überschrieben. Es bot zahlreiche Gänsehautmomente. "Auf einer Schattenwand, die auch als Projektionsfläche genutzt wurde, war im Schlussbild Krieg zu sehen", beschreibt der Stollberger Theatermann.

Als die Spielpuppe, die durch die Geschichte wandelte, stirbt, steigen kleine Lichter auf. "Diese Lichter symbolisierten für mich die Seel - da bekomm ich gleich wieder Gänsehaut", gibt Arnold zu: "Es bleibt offen, warum sie stirbt." Ein Schluss, der zum Nach- und Weiterdenken anregt. Das Theatertreffen in Turgi findet aller fünf Jahre statt.

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