Das Handwerk hat es oftmals schwerer

Fachkräfte Branchen haben einen höheren Bedarf

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Mirko Günther (li.) ist beim Pendleraktionstag mit Mandy Köhler, Assistentin der Projektleitung (Mitte) und mit Projektleiter Frank Schiek ins Gespräch gekommen. Foto: Ralf Wendland

Zwönitz. Der Fachkräftebedarf in der Region steigt. Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, erklärt: "Der Bedarf ist da ganz egal ob Industrie, Handwerk oder sozialer Bereich." Qualifizierte Fachkräfte sind auch bei der Elektrotechnik Uwe Kunzmann GmbH in Zwönitz ein Thema. Das Unternehmen schafft aufgrund der guten Auftragsanlage weitere Arbeitsplätze. Frank Schiek ist Projektleiter im Unternehmen: "Wir decken das Spektrum vom Eigenheim bis zur großen Industrieanlage an." Derzeit zählt das Team 40 Leute. Gearbeitet wird zu 80 Prozent im Raum Sachsen. "Es ist ein Anspruch der Leute, dass sie gern in der Region arbeiten wollen. Sicher gibt es Ausnahmen, wo wir auch anderswo Aufträge erledigen, aber das versuchen wir zu vermeiden", erklärt Schiek. Mit dem Pendleraktionstag, der jetzt in Aue gelaufen ist, zeigt sich das Unternehmen zufrieden. Frank Schiek sagt: "Wir haben es im Handwerk schon etwas schwerer im Vergleich zur Industrie. Trotzdem sind wir zufrieden." Auch wenn im Unternehmen vordergründig Elektro-Fachkräfte gefragt sind, bietet man auch Quereinsteigern eine Chance. Schiek erklärt warum: "Der Beruf besteht zu 80 Prozent aus reiner Montagetätigkeit. Dazu gehört es, Kabel zu verlegen, Kanäle und Leuchten zu montieren." Diese Vorstellung hat das Interesse von Mirko Günther aus Beierfeld geweckt: "Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich als gelernter Werkzeugmacher in der Elektrobranche zu bewerben. Aber das klingt interessant."