"Das Konzept ist wie eine Bibel der stadteilbezogene Maßnahmen"

Stadtentwicklung Zentrum wird durch Hauptverkehrsstraße durchschnitten

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Oberbürgermeister Heinrich Kohl sieht das Stadtentwicklungskonzept als Bibel der Stadt. Foto: Ralf Wendland

Aue. Der Auer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als 2. Fortschreibung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes gefasst. Das Konzept wurde 2007 erstellt. Die Punkte, die man angepasst hat, sind vielschichtig: dazu gehören die Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsbestand und -bedarf, die gewerbliche Entwicklung bis hin zur energetischen Stadtsanierung und zum Klimaschutz.

Auch soziale Integration ist ein Aspekt. "Das Konzept ist wie eine Bibel. Alles, was nicht drin steht, hat keine Aussicht auf Förderung", erklärt Oberbürgermeister Heinrich Kohl. Im Konzept sind stadteilbezogene Maßnahmen benannt.

Ein großes Problem hat man, weil der Anteil älterer Menschen in Aue sehr hoch ist und die Tendenz nach oben zeigt. Was den Anteil jüngerer Menschen angeht, habe man sich gefangen. Auch im Bereich der Fort- und Zuzüge bewegt sich die Stadt Aue im positiven Bereich.

Ein Haupt-Manko in Aue ist die Zerschneidung der Innenstadt durch die Hauptverkehrsstraße. Die Folge: Lärm, Dreck und Abgase. Auch ist es schwierig, die Straße zu überqueren. Die Wohnungen in der Innenstadt, die direkt an der Straße liegen, werden kaum noch nachgefragt. Es entsteht Leerstand und in Folge ist die Substanz dem Zerfall preisgegeben.

Die Ergebnisse der Demografie-Werkstatt, die in Aue gelaufen ist, sind in das Konzept mit eingeflossen. Wie Ines Schieck von der Auer Wirtschaftsförderung erklärt, sei es zudem geplant, zusätzlich ein Einzelhandelskonzept zu erstellen. Daran werde bereits gearbeitet.