Das macht Sachsens Gründerinnen stark

Selbstständigkeit Ministerin besucht Praxis Theralinea

Franziska Kießling vom Praxisteam, Staatsministerin Petra Köpping und Caroline Schiller unterhalten sich mit dem siebenjährigen Sunny über die Therapie. Foto: Jan Görner

Marienberg. Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) hat am Donnerstag Caroline Schiller und ihr Team der Praxis Theralinea besucht. Die Marienbergerin hatte sich vergangenes Jahr für den Gründerinnenpreis beworben. Auch wenn es nicht für den ersten Preis reichte, war die Ministerin dennoch fasziniert von der Entwicklung, die die 2012 als Einzelunternehmen gegründete Praxis für Ergotherapie, Logopädie, Prävention und Integration absolviert hat. Aus diesem Grunde wollte sie selbst vorbei schauen, um mit den Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen.

Betreut werden hier hauptsächlich Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Bewegungseinschränkungen, Legasthenie, Dyskalkulie. Etwa 80 Kinder aus Marienberg und Umgebung kommen jede Woche in die Katharinenstraße zur Therapie. "Mich begeistert der Anspruch den Caroline Schiller und ihre 15 Mitarbeiterinnen an sich stellen, Kindern zu helfen sich in unserer Leistungsgesellschaft zu Recht zu finden", sagte Petra Köpping.

Auch für den Umgang der Frauen untereinander und mit den Kindern gab es viele lobende Worte seitens der Ministerin. Sie betonte auch, dass der Anteil der existenzgründenden Frauen in Sachsen auf niedrigem Niveau stagniert. "Allerdings sind sie oft erfolgreicher, denn bei Insolvenzen sind sie vergleichsweise seltener vertreten", so die Politikerin.

Sie möchte Frauen vor allem im ländlichen Bereich Mut machen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Dafür stellt der Freistaat nun Fördermittel in Höhe von insgesamt 200.000 Euro bereit.

Für Caroline Schiller war die Gründung ihres Unternehmens nicht problematischer als für Männer. "Für uns ist es eher schwieriger, alles zu organisieren, da wir noch Haushalt und Kinder haben, um die wir uns kümmern müssen. Aber vielleicht macht uns auch gerade das so stark", sagte die Marienbergerin. Geschäftlich hat sie auch noch Ziele. Ein Therapiehaus mit noch viel mehr Platz für Bewegungsräume wünscht sich die Unternehmerin.