Neueröffnung im Erzgebirge: Hochmodernes Gesundheitszentrum eingeweiht

Ins Projekt wurden 4,8 Millionen Euro verbaut

Stollberg/Erzgeb.

Aus alt wird neu – und vor allem sportlich. Wo früher dicke Mauern eine ganz andere Geschichte erzählten, pulsiert jetzt das pure Leben. Nach intensiven Sanierungs- und Umbauarbeiten ist es endlich so weit: das ehemalige Wirtschaftsgebäude der alten Gefängnisanlage Hoheneck hat sich spektakulär verwandelt und öffnet seine Türen als hochmodernes Sport- und Gesundheitszentrum.

Entstehung eines lebendigen Ortes

Dank der Unterstützung durch das Bund-Länder-Programm der Städtebaulichen Erneuerung wurde hier ein echtes Highlight geschaffen. Entstanden ist ein lebendiger Ort für Bewegung und Fitness, Gesundheit und Prävention, Vereinsleben und Teamgeist sowie Gemeinschaft und Austausch.

Sportliches Kapitel

Es wird ein sportliches Kapitel für Hoheneck ausgeschlagen. Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt: „Das Gebäude gehört zum Gesamtkomplex Hoheneck und der wird vor allem deswegen auch vom Bund und Freistaat unterstützt, weil wir hier an die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft denken und an die Frauen, die hier über viele Jahre hinweg inhaftiert waren.“

Man habe als Kommune bei der Übernahme des Objektes darüber nachgedacht, so Schmidt, wie man die verschiedenen Nutzungsbereiche unter einen Hut bekommt: „Uns ist es wichtig, dass die Areale so nachgenutzt werden, dass man einen Bezug zu den damaligen Inhaftierten bekommt. Mit dem Gesundheitszentrum wollen wir der Bevölkerung etwas bieten, was früher den Gefangenen weggenommen wurde. Nämlich der Umgang mit der eigenen Gesundheit und die Körperertüchtigung.“

Nach vier Jahren Bauzeit fertig

Neben dem Wirtschaftsgebäude gab es noch die Krankstation, dieser Teil wurde allerdings abgebrochen. Die Bauzeit des Gesundheitszentrums lief von 2022 bis 2026. Ursprünglich waren 3,1 Millionen Euro eingeplant und letztlich wurden 4,8 Millionen Euro verbaut.

Angebot für Vereine und Gruppen

Die Stadt hat Eigenmittelanteil in Höhe von 600.000 Euro eingebracht, der Rest sind Fördermittel. Entstanden sind im Gebäude Fitnessräume mit 22 bis 134 Quadratmetern Fläche. Alle Räume verfügen über eine Fußbodenheizung und Sportboden. Wie Marcel Schmidt sagt, wolle man Angebote für Vereine und Gruppen schaffen, insbesondere für Sportkurse, Yoga, Tanzen, Rehasport und Kindersport.

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