Das Rittersgrüner Freibad ist nicht mehr ganz dicht

Rückschlag Heißer und trockener Sommer lässt Wasserstand sinken

Rittersgrün Es ist nur wenige Tage her, da feierten die Handballer des FSV Rittersgrün ausgelassen mit zahlreichen Gästen das Freibadfest. "Willkommen im Rittersgrüner Freibad - Badevergnügen seit 1938" ist auf einem großen Banner zu lesen. Zuversicht lag über der Anlage, um deren Erhalt seit diesem Jahr ganz massiv gekämpft wird. Allein am Samstag wurden 600 Gäste gezählt. "Wir sind richtig zufrieden", sagt Martin Klier, der federführend das Freibadfest organisierte.

Nun aber gab es die Hiobsbotschaft:

Das Freibad muss aufgrund von Wassermangel geschlossen bleiben. Das Bad wird über einen natürlichen Zulauf gespeist. Weil aber das Becken nicht mehr ganz dicht ist, ging in den vergangenen Tagen der Füllstand immer mehr zurück. Der natürliche Zulauf reichte nicht mehr aus. Denn der trockene Sommer macht auch im Erzgebirge vielen Bächen und Flüssen zu schaffen.

Trotzdem bleiben die Freibadretter optimistisch: Anfang August konnten sie eine Petition, die den Erhalt des Bades in kommunaler Hand fordert, an Bürgermeister Ralf Fischer übergeben. Wie Martin Klier sagt, habe der Kommunalchef den Freibadfreunden zugesichert, dass das Bad mittelfristig erhalten bleibt. "Konkret geht es um die nächsten drei Jahre", so Klier: "Das ist genau seine Amtszeit." An eine Sanierung der Anlage ohne Fördermittel allerdings ist nicht zu denken, weiß auch Martin Klier. Allein die notwendige Beckensanierung würde zirka eine halbe Million Euro kosten.