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Sachsen

Das "Steigerlied" als immaterielles Kulturerbe?

Antrag Das Bergmanns- und Volkslied ist in ganz Deutschland beliebt

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Bergparaden und Bergaufzüge gehören in der Adventszeit im Erzgebirge einfach mit dazu - es wird eine über 800 Jahre alte Bergbautradition mit Leben erfüllt und mit Herzblut gepflegt. Dazu gehört auch das "Steigerlied", die Hymne der Berg- und Hüttenleute, die mit der Zeile "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt" beginnt.

Die Ursprünge reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. In der Beschreibung zur Festveranstaltung, die 1678 in Schneeberg zu Ehren des sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. abgehalten worden ist, findet sich wohl der erste Beleg für das Steigerlied als solches. Der Liedtext ist allerdings nicht überall gleich - regionale Besonderheiten haben in anderen Bergbauregionen Deutschlands zu Veränderungen geführt.

Der originale Text soll gewahrt bleiben

Beim Sächsischen Landesverbands der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine begrüßt man die Bestrebung der RAG-Stiftung zur Beantragung der Aufnahme des Steigerliedes in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands.

Wie Heino Neuber, der 2. Vorsitzender sagt, möchte man auf den Ursprung und die Entwicklung des Liedes in Sachsen hinweisen und die entstandene, originale Textfassung gewahrt wissen. Man wolle, dass die Textform der erzgebirgischen Version eingetragen wird. Beim Landesverband Sachsen sagt man, aus der UNESCO-Welterbe-Montanregion Erzgebirge sind nicht nur Technologien in die ganze Welt gegangen, sondern eben auch das Lied der Bergleute. Der Originaltext stamme aus dem Erzgebirge und dieser solle in die Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen werden.

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