Das SuperEnduro war wieder super

MOTORSPORT Erzgebirger Marcel Teucher beim EM-Auftakt guter Zehnter

Kraka /Wiesa. 

Krakau /Wiesa. Als an diesem Wochenende die neue SuperEnduro-Weltmeisterschaftssaison im polnischen Krakau begann, war auch wieder Marcel Teucher aus dem Wiesenbader Ortsteil Wiesa im Einsatz. Der 32-jährige Erzgebirger ging wieder im Europa-Cup an den Start, der neben den beiden WM-Klassen "Prestige" und "Junior" auch beim nächsten Lauf am 4. Januar 2020 in Riesa mit von der Partie sein wird.

Zunächst hohe Quali-Hürde genommen

 

Zunächst galt es für Marcel Teucher, die sehr hohe Qualifikationshürde zu überspringen, denn um die lediglich 14 Startplätze für die beiden Wertungsläufe bewarben sich 43 Teilnehmer. Das Zeittraining beendete der Extreme-Enduro-Spezialist zwar als Gesamt-13., doch nur die acht Schnellsten qualifizierten sich direkt. Der Rest musste in einen von drei sogenannten Last-Chance-Heats, in welchen man Erster oder Zweiter werden musste. Marcel Teucher gewann seinen Lauf und war somit ebenfalls im Abendprogramm.

 

In den Wertungsläufen zwei Mal Top 10

 

Im ersten Wertungslauf fuhr er vom elften Startplatz auf Rang acht nach vorn und wurde im zweiten ebenfalls guter Neunter. Mit diesen beiden Resultaten belegte er in der Tageswertung den zehnten Platz und war damit durchaus zufrieden. Anschließend sagte er: "Im Zeittraining hatte ich ein paar Probleme und habe keine richtig freie Runde erwischt. Mit dem Sieg in meinem Last-Chance-Rennen bin ich trotzdem noch ins Finale gekommen, was mein oberstes Ziel war." Im ersten Lauf hätte er einen schlechten Start gehabt und wurde zunächst nur Vorletzter. Am Ende war Platz acht "aber okay".

Im zweiten Lauf hatte Teucher einen super Start, doch nachdem später vor ihm die Strecke blockiert war, hatte er sich für die falsche Seite entschieden und dadurch viele Plätze verloren. "Am Ende wurde ich nur Neunter, bin aber trotzdem zufrieden, zumal das Starterfeld in diesem Jahr, im Vergleich zum vorigen, viel stärker geworden ist", sagt der Wiesaer.

Als nächstes folgt sein Heimrennen in Riesa - da freue er sich sehr drauf. "Es ist immer geil, vor heimischem Publikum zu fahren. Es kommen immer viele Fans aus meiner Region dorthin, das wird sicherlich wieder spitze. Für die restliche Saison strebe ich weiterhin die Top 10 an. Man muss da schon realistisch bleiben. Ich weiß, wo ich mich einzuordnen habe, und ich weiß auch, woran ich noch arbeiten muss. Die Fitness ist okay, aber im direkten Zweikampf fehlt mir ein bisschen was. Vielleicht muss ich mehr Motocross trainieren."

 

Kreis der WM-Favoriten wurde für Riesa abgesteckt

 

In den WM-Klassen gingen die Tagessiege nach Großbritannien bzw. in die USA. Die "Prestige" gewann Billy Bolt vorm sechsfachen SuperEnduro-Weltmeister Taddy Blazusiak aus Polen sowie dem Spanier Alfredo Gomez. Der Badener Kevin Gallas und Tim Apolle aus Sachsen-Anhalt belegten die Plätze sieben und neun. In der Klasse "Junior" folgte der Niedersachse Leon Hentschel dem US-Boy Ty Cullins als Zweiter aufs Podest. Der erst 16-jährige Milan Schmüser aus Schleswig-Holstein überraschte als starker Gesamtsechster.