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Das Vermächtnis des Holzschnitzers

Historie Sammlung von Harry Schmidt kommt im November ins Schwarzenberger Schloss

Einige Besucher ließen es sich nehmen, um am Samstag die vermeintlich letzte "Erzgebirgische Schnitzausstellung Harry Schmidt" in Bermsgrün zu besichtigen. "Keine Angst, die Exponate des 1987 von meinem Vater eingerichteten Schnitzkunstmuseums bleiben der Öffentlichkeit erhalten", sagt Holzgestalter Andreas Schmidt, der gemeinsam mit seinen Bruder Matthias das Erbe verwaltet.

Seit längerer Zeit gibt es Verhandlungen mit der Stadt Schwarzenberg, dass die Ausstellung des Ehrenbürgers Harry Schmidt in das neue Konzept des Schlossmuseums zu integrieren. "Ich habe seit 2003, nachdem mein Vater verstorben war, das Museum weitergeführt und habe nach Möglichkeiten gesucht, die Einrichtung zu stabilisieren. Die Unterhaltung einer privaten Sammlung ist aber ökonomisch nicht mehr zu vertreten und entspricht eher einer Liebhaberei", betonte Andreas Schmidt. Der überwiegende Teil der Sammlung wird sich also ab November im Schloss wiederfinden und dort akribisch erfasst, archiviert und eingeräumt. 90 Prozent der Exponate stammen aus der Hand von Harry Schmidt.

Sie dokumentieren gleichzeitig die Entwicklung des volkskünstlerischen Schnitzens in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts im Erzgebirge. Die restlichen Exponate sind Erinnerungsstücke, darunter historische Figuren sowie Werkzeuge, mit denen viele Generationen der Schmidts in der kleinen Holzwerkstatt ihren Lebensunterhalt erwarben.

In Bermsgrün wird das Andenken an Harry Schmidt dennoch weiterleben. In seiner Schnitzstube wird es viele Aktionen geben.