"Das war ein Ritt auf der Rasierklinge"

Motorsport Ehepaar Zeltner gewinnt letzten Lauf der Saison im bayerischen Bäderdreieck

Sieg für das Zeltner-Duo aus Lichtenstein beim abschließenden Lauf zur 3-Städte-Rallye, die als letzter Lauf im Rahmen der ADAC Rallye Masters ausgetragen wurde.

Die Voraussetzungen hätten nicht schlechter sein können und doch war das "Zeltner-Zebra", wegen seiner schwarz-weiß gestreiften Lackierung so genannt, nicht zu bändigen: Wer bei dieser Rallye einen heckgetriebenen Porsche 911 GT3 im nassen und zum Teil schneeweißen niederbayerischen Bäderdreieck zum Gesamtsieg pilotiert, der darf sich zurecht zu Deutschlands besten Quertreibern rechnen. "Das war eine meiner härtesten Rallyes überhaupt", sagte ein sichtlich erleichterter Ruben Zeltner. Nach zwei Etappen, 14 Wertungsprüfungen und 376 Kilometern gesamt war sein zweiter Sieg in Folge rund um Karpfham perfekt. Doch hinter den Wahlsachsen lag ein langer Weg. Denn die Rallye-Hatz im Bäderdreieck war für das Ehepaar in ihrem Porsche eine Achterbahn der Gefühle. Während nach den ersten drei Wertungsprüfungen jeweils die Bestzeit herausgefahren werden konnte, wurde die größte Sorge Wirklichkeit: Der Regen setzte ein - und hörte bis zum Schluss nicht mehr auf. Schlimmer noch: Auf manchen Teilen der Strecke schneite es kräftig. Wie schwierig es ist, einen über 400 PS starken Hecktriebler bei regennasser und glatter Fahrbahn am Limit zu pilotieren, wurde immer wieder deutlich, denn der Mitsubishi EVO X R4 mit Hermann Gaßner machte es den beiden vom Sachsenring-Fahrsicherheitszentrum besonders schwer. Porsche-Pilot Ruben Zeltner war im Ziel erleichtert: "Das war ein Ritt auf der Rasierklinge. Teilweise hatten wir im sechsten Gang noch Aquaplaning. Das war eine meiner härtesten Rallyes. Deshalb ist der Sieg umso schöner." Mit schmaleren Reifen wurde das Handling besser und er konnte sich von Gaßner absetzen.