DDR-Meister: Seine erste war ein Einzylinder

Randnotiz Dreieckrennen zieht Besucher in den Bann

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Daniel Voigt aus Hainichen hatte "Loth", wie ihn Freunde nennen, überrascht. Foto: Thomas Fritzsch

Zschorlau. Rund 250 Motorsportler preschten vergangenes Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen über den Asphalt der Rennstrecke Zschorlauer Dreieck. Mehrere Tausend Zuschauer säumten die Straßen bei der 21. Auflage der Classic-Motorsportveranstaltung für historische Rennfahrzeuge des 1. Auer MSC.

Ein Präsent für 3-fachen DDR-Meister

Für den Ausrichter gab´s dann auch viel Lob seitens Fahrern wie Besuchern. Unter den Teilnehmern war auch der 3-fache DDR-Meister (250ccm-Klasse) Lothar Neukirchner aus Thalheim der für den MC Wismut Aue startete, dem ein unerwartetes Präsent eines Fans zuteil wurde.

Es bestand aus einem bunten Sommerblumenstrauß, Sekt sowie einem Foto auf seiner MZ am Zschorlauer Dreieck. Der 41-jährige Rennsportfan Daniel Voigt aus Hainichen, der mit seinem Vater Wolfgang bereits als 6-Jähriger die Sachsenring-Rennen in der MTS Kurve verfolgte, hatte "Loth" wie ihn Freunde nennen, überrascht.

Den Rennsportfreund selbst zieht es mittlerweile bereits im 10. Jahr nach Zschorlau. "Ich bin völlig von den Socken, dass jemand an das Jubiläum gedacht hat", so Lothar Neukirchner perplex.

Ein Blick in die Vergangenheit

Zwischen 1984 und 1990 gehörte der heute 62-Jährige zum Nationalkader. Im Jahr 1985 verunglückte er in Schleiz schwer, als er mit dem Motorrad auf Öl ausrutschte. "Danach habe ich lange gebraucht, um wieder in Tritt zu kommen", erinnert sich Lothar Neukirchner, bei dem alles im Jahr 1976 begann, als er mit einem RT-Motorrad bei Bergrennen einstieg.

Mit seiner ersten Rennmaschine, einer MZ 250-Einzylinder, war er vier Jahre später erstmals auf dem Sachsenring unterwegs. "Ich hatte 1987 eine Yamaha mit Walzen-Auslasssteuerung und war damit natürlich sehr konkurrenzfähig. Ich konnte damit den ersten meiner drei Titel in Folge einfahren. Ich habe zielstrebig für den Erfolg gearbeitet und alles Private dem untergeordnet, sonst hätte das nicht funktioniert", erinnert sich der 62-Jährige.