Defekthexe bremst Team aus

Motorsport Sächsisches Team bei Langstreckenklassiker bis zum Ausfall an der Spitze

Krumhermersdorf/ Le Mans. 

Das Team German Endurance Racing Team 56 aus Pirna mit den Fahrern Lucy Glöckner aus Krumhermersdorf, Julian Puffe aus Schleiz und Pepijn Bijsterbosch aus den Niederlanden holte sich beim 2. Lauf in der Langstrecken Weltmeisterschaft im französischen Le Mans in der Stocksportklasse die Pole-Position und den 10. Platz aller Klassen.

Gestartet wurde die 42. Auflage über die Königsdistanz und kräftezehrenden 24 Stunden am Ostersamstag pünktlich 15 Uhr. Startfahrer auf der BMW S1000RR war Julian Puffe, danach übernahm Lucy Glöckner und schließlich Bijsterbosch. Die Mannschaft führte in der Anfangsphase in der Stocksport-Klasse souverän. Doch dann traten Motorprobleme auf.

Ein Sturz und mehrere Defekte sorgten für große Probleme

Bijsterbosch hatte am Ende seines Turns mit Aussetzern am Motorrad zu kämpfen, konnte aber glücklicherweise die Box schnell erreichen, um das Problem zu beheben. Als die 28-jährige Krumhermersdorferin wieder an der Reihe war, wurde diese gegen 20 Uhr von einem Kontrahenten, der keine Chancen auf vordere Platzierungen hatte, während das sächsische Team um einen Podestplatz kämpfte, um diesen gebracht. Dabei stürzte die Erzgebirgerin und hatte Glück im Unglück, denn sie blieb unverletzt blieb und konnte weiterfahren. Sie hätte ihren Stint auch zu Ende gefahren, um Zeit zu sparen, allerdings war der Bremshebel beschädigt, so dass sie zum Boxenstopp gezwungen war.

Um Mitternacht herum schlug dann die Defekthexe erneut zu, diesmal an der Elektronik. Nachdem erfolglos nahezu alles an der Maschine gewechselt war, was möglich ist, wurde das sächsische Team gegen 1.30 Uhr morgens zur Aufgabe gezwungen.

Zwei Rennen stehen in der FIM Endurance WM 2018/2019 bei der Mannschaft aus Pirna um Karsten Wolf noch aus - am Slovakia-Ring am 11. Mai und am 8. Juni in Oschersleben soll wieder angegriffen werden.