Demokratie am Abgrund? Grenzübergreifende Medienkompetenzförderung im Erzgebirge

Seminar Kompetenzzentrum in Aue beteiligt sich an europaweitem Projekt

Aue-Bad Schlema/ Chemnitz / Ústí nad Labem. 

"DemoDes - Demokratie am Abgrund? Desinformation kontra Medienkompetenz" - ist ein von der europäischen Union gefördertes Projekt, welches Studierenden einen grundlegenden Einblick in verschiede Themen der Medienkompetenz geben soll. Ziel ist es, ihnen Expertenwissen zu vermitteln, damit diese dann in die Lage versetzt werden Schulen zu besuchen und Unterrichtsmaterial zu erstellen. Das Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement (KGE e.V.) in Aue-Bad Schlema beteiligt sich mit der Durchführung einer eigenen mehrtägigen Weiterbildung für Studierende der TU Chemnitz und der Universität Ústí nad Labem an dem Projekt.

Warum das Thema Medienkompetenz so wichtig ist

Vor allem die Corona-Pandemie brachte Veränderungen mit sich: Kinder und Jugendliche waren beim Lernen und Kommunizieren nun auf digitale Medien angewiesen. Das hat vielfach zu Problemen und Frustration geführt. Zudem birgt das Internet immer mehr die Gefahr der Desinformation. Fake News und Kampagnen radikaler Gruppierungen gefährden zunehmend das demokratische Miteinander.

Thema: Falschinformationen

Im Seminar in Aue sprachen Experten nun zum Thema "Desinformationen und Verschwörungstheorien", um auch die Pandemie und ihre Auswirkung auf die "digitale" Gesellschaft näher zu beleuchten. Miloš Gregor startete mit einem europäischen Vergleich der Falschinformationen während der Coronapandemie.  Mit Michal Kormaňák vom Analyseinstitut Ipsos und Benjamin Winkler von der Amadeu Antonio Stiftung wurde der Fokus vertiefend auf Tschechien und Deutschland gerichtet. Die Studierenden bekamen zudem einen Einblick in die Unesco-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoři.

Das Projekt läuft noch bis Ende 2022. Veranstaltungen wurden neben Schneeberg auch in Chemnitz, Ústí nad Labem und Most durchgeführt und verschiedene Schulen im Erzgebirge und im Vogtland besucht. Das Projekt wurde von der Professur für Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas (TU Chemnitz) zusammen mit dem Institut für Politikwissenschaft der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem ins Leben gerufen. Am Projekt außerdem beteiligt ist die Euroregion Erzgebirge/Krušnohoří. 

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