Denise Herrmann: Von der Langläuferin zur Biathletin

Olympia Zweite Teilnahme für die Bockauerin

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Spurwechsel: Denise Herrmann wechselte erfolgreich in den Biathlon-Bereich. Als Langläuferin errang die Bockauerin bereits eine Olympiamedaille. Foto: Thomas Fritzsch

Mit Spannung sind die Blicke der Wintersportfreunde auf Olympia in Pyeongchang gerichtet. Vier Jahre ist er her, dass Denise Herrmann in der Mannschaft in Sotschi gemeinsam mit Nicole Fessel, Stefanie Böhler und der aus Zschopau stammenden Claudia Nystad in einem packenden Finish Bronze holte mit einer Sekunde Rückstand auf die schwedische Mannschaft, die Gold vor Finnland beanspruchte.

Wechsel vom Langlauf zum Biathlon

Die 29-Jährige, die in der Eliteschule des Sports Oberwiesenthal das Einmaleins der kräftezehrenden Sportart Langlauf an die Hand bekam, steigerte sich nach ihrem Weltcup-Debüt im Februar 2009 sukzessive, war fortan im Vorderfeld zu finden. Nach der Weltcupsaison 2015/16 wechselte sie in den Biathlon-Sport. Der Wechsel erwies sich als goldrichtig, das bewies Denise Herrmann mit ihrem ersten Einzel-Weltcupsieg Anfang Dezember des Vorjahres beim Sprintrennen in Östersund. Bereits zwei Tage später gewann sie ebenfalls in Schweden das Verfolgungsrennen.

Die 29-jährige Bockauerin wird sowohl im Sprint, im Verfolgungsrennen und in der Staffel gleichermaßen als heiße Kandidatin für Edelmetall in Korea gehandelt. Vorausgesetzt, sie behält am Schießstand die Nerven - in der Loipe kann ihr derzeit kaum jemand das Wasser reichen.