Denkmalschutz macht's möglich

Historie Bau wurde durch hartnäckige Neuwelter Bürger erreicht

Schwarzenberg-Neuwelt. Im Jahre 1919 wurde Neuwelt nach Schwarzenberg eingemeindet. Dabei wurde die Verpflichtung für einen Schulneubau unterzeichnet. Es vergingen Jahre, aber die Gemeindevertreter von Neuwelt waren als hartnäckig bekannt. Immer wieder wurde der Bau angemahnt, so dass es am 25. Februar 1926 endlich zum Beschluss kam. Am 24. August war die Grundsteinlegung und am 3. November bereits das Hebefest. Am 19. Oktober 1927 konnte die Schule Neuwelt auf den Namen 3. Bürgerschule eingeweiht werden.

Einige Schülerinnen der 1. Klasse leben heute noch. Darunter Marianne Merkel und Anni Wagner in Neuwelt, Alice Geißler aus Schwarzenberg und Lotte Kaufmann aus dem Stadtteil "Sonnenleithe". Letztere erinnerte sich: "Ich war besonders mit der Schule verbunden, denn von 1960 bis 1990 arbeitete ich bis zu meinem 70. Lebensjahr in der Schulküche."

Von April bis September 1945 ruhte der Schulbetrieb infolge der Kinderlandverschickung. Flüchtlingskinder fanden in der Schule Aufnahme. Ab 2. Oktober 1945 konnte der normale Schulbetrieb wieder beginnen. Am 26. März 1977 erhielt die Schule den Namen "Fritz-Heckert-Oberschule" und seit der Wiedervereinigung trägt sie den heutigen Namen "Grundschule Neuwelt". 120 Schüler werden von sieben Pädagogen betreut. Am 4. März 1995 zog der Kindergarten in die Schule mit ein. Noch einmal wurde der Schulbetrieb vom November 2004 bis Dezember 2005 wegen Sanierungsarbeiten unterbrochen. Seit dem 4. Februar erstrahlt die denkmalgeschützte Grundschule Neuwelt wieder vollständig in ihrer frischen grünen Farbe.