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Westsachsen

Der Berg hat seine Liebesbank wieder

Tradition Treffpunkt nach drei Jahren wieder eingerichtet

Pobershau. 

Pobershau. "Seit Menschengedenken hat hier eine Bank gestanden", weiß Elsa Günther. Sie wohnt in der Pobershauer Bergstraße. Die Bewohner nennen ihre Siedlung nur "den Berg". Elsa Günther ist mit 90 Jahren die älteste hier. In ihrer Kindheit und Jugend hat es diese Siedlung noch nicht gegeben. Oft saß sie mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann Händchen haltend auf der Bank und genoss die Aussicht auf das Bergdorf. Damit war sie nicht alleine. Bis vor drei Jahren galt die sogenannte Liebesbank als beliebter Treffpunkt der Bewohner und auch von Urlaubern.

Plötzlich fehlte etwas

Als die Bank vor drei Jahren baufällig verschwand, fehlte den Leuten vom Berg etwas. "Ich bin mehrfach von ihnen angesprochen worden", erklärte der ehemalige Bürgermeister Christoph Kraus. Er setzte sich wiederum mit Günter Reichel in Verbindung. In seiner Werkstatt für Figurenbildnerei verfügt er über die entsprechenden Maschinen. Dort ist die neue Liebesbank entstanden.

Der Bauhof sorgte für den stabilen Untergrund. Das neue Exemplar schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Als "Willy-Löschner-Bank" erinnert sie an den 2010 verstorbenen Heimatdichter, der unweit des Standortes gewohnt hat. Nun sitzen darauf wieder mehrere Generationen gleichzeitig, unterhalten sich oder genießen die Ruhe.



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