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Der Buffon des Erzgebirges und seine Rekorde

Torwart Martin Männel kam als Jungspund und blieb als Mann

Aue. 

Aue. Jahrzehnte lang standen die 418 Einsätze wie in Stein gemeißelt in den Geschichtsbüchern des FC Erzgebirge Aue. 418-mal lief Fußball-Legende Holger Erler in Punkt- und Pokalspielen für Wismut Aue auf. Und fast schien es so, als sei es ein Rekord für die Ewigkeit. Doch dann kam im Jahr 2008 ein echter Jungspund aus Cottbus ins Erzgebirge - Martin Männel - und kämpfte sich ganz an die Spitze. FCE-Präsident Helge Leonhardt sagt heute über ihn: "Er war ein Bubi und ist hier zum Mann geworden." Männel steht wie kein anderer für Verlässlichkeit und Akzeptanz. Er ist Publikumsliebling und als Kapitän einer der Führungsspieler. Der heute 32-Jährige - und das rechnet man ihm im Erzgebirge ganz hoch an - blieb 2015 auch als ein Abstieg verdaut werden musste und der Verein vor der schweren 3. Liga stand. Keiner konnte damals schließlich ahnen, dass es sofort wieder nach oben ging. "Du bleibst, ich bleibe auch", soll er damals zu Präsident Helge Leonhardt gesagt haben.

Direkter Wiederaufstieg als Beginn einer Erfolgsgeschichte

Den Makel des Abstiegs machte Männel jedenfalls mit dem sofortigen Wiederaufstieg unter Cheftrainer Pavel Dotchev wieder gut. Heute gilt er nicht nur als "Buffon des Erzgebirges", sondern auch als sichere Bank. Wenn es mal schlecht läuft, läuft er zur Höchstform auf. In dieser Saison hat er sich zudem zum Elfmeterkiller entwickelt. Obwohl er nur 1,84 Meter groß ist, liegt die Quote seiner abgewehrten Elfmeter bei 44 Prozent. Eine historische Leistung schaffte Männel in diesem Februar. In Heidenheim parierte er zwei Elfer. Das gelang vor ihm nur zwei anderen Torhütern in der Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga. Benny Kirsten hatte das schon einmal für Dynamo Dresden und Felix Wiedwald für den MSV Duisburg geschafft. Kein Wunder also, dass Holger Erler schon vor längerer Zeit gesagt hat: "Wenn einer meinen Rekord einstellen kann, dann ist es Martin Männel." Ihm gönne er das. Da für Männel in puncto Einsätze für die Veilchen nicht Schluss ist und der Fußball immer schnelllebiger wird, bleibt zu vermuten, dass der "Buffon des Erzgebirges" damit einen Rekord für die Ewigkeit schafft.

BLICK blickt rund um das Vereinsjubiläum auf 75 Jahre Wismut und Erzgebirge Aue zurück. Weitere Stories gibt es unter der Rubrik Erzgebirge und auch in den kommenden Tagen auf BLICK.de