Der Countdown für ganz besonderen Erzgebirgs-Bike-Marathon läuft

Sport Rennen werden binnen drei Monaten individuell bewältigt

Seiffen. 

Seiffen. Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist ab dem 1. Juli auf den Trails und Waldwegen rund um Seiffen zu rechnen. Anlass dafür ist der diesjährige Erzgebirgs-Bike-Marathon, der zwar aufgrund der Corona-Pandemie nicht in seiner ursprünglichen Form stattfinden kann. Verzichten müssen die Anhänger des Mountainbike-Sports deshalb auf dieses besondere Spektakel allerdings nicht. Statt gemeinsamer Rennen kann jeder die ausgeschriebenen Strecken individuell absolvieren. Los geht's am 1. Juli. Bis Ende September besteht dann jeden Tag die Möglichkeit, in den Sattel zu steigen. Während die Erwachsenen die Strecken über 32, 64 und 96 Kilometer - oder auch alle drei - zurücklegen können, sind die Wettbewerbe im Nachwuchsbereich kürzer.

Veranstalter setzen auf Ehrlichkeit der Sportler

"Die Strecke ist ausgeschildert mit roten EBM-Buchstaben und Richtungspfeilen. Start und Ziel ist das Tor auf der unbefestigten Freifläche gegenüber dem Panorama-Berghotel Wettiner Höhe", erklärt Organisationsleiter Albrecht Dietze. Auch GPS-Daten auf der Homepage geben Aufschluss über den Verlauf. Generell spielt das Internet bei der diesjährigen EBM-Auflage eine ganz wichtige Rolle. Denn dort melden sich die Teilnehmer an und melden nach dem Bewältigen der jeweiligen Distanz dann ihre Zeit hoch. Als Beweis reicht ein Foto der Uhr oder des Fahrradcomputers, denn die Veranstalter setzen auf Vertrauen und Ehrlichkeit. "EBM-Teilnehmer sind Ehrenmänner und -Frauen", lautet das Motto. Auch ohne gemeinsamen Start wird der Bike-Marathon so seinen Wettkampfcharakter behalten. Nur bei der ebenfalls ausgeschriebenen Seiffen-Tour gibt es keine Zeitnahme.

Notlösung hat auch Vorteile

"Dieser Individualstart über drei Monate ist eine echt coole Sache und vielleicht sogar eine Option für die Zukunft", sagt Albrecht Dietze voller Begeisterung. Natürlich wird auch er die große Party rund um die Rennen vermissen. Doch erstens sind auch so kleine Zusammenkünfte an Wochenenden - sogenannte Race Days - geplant. Und zweitens habe auch der Austragungsmodus seine Vorteile. "Die Teilnehmer können so an allen drei Hauptrennen teilnehmen. Außerdem können sie das Erlebnis vielleicht noch besser genießen. Womöglich machen auch Leute mit, die sonst nicht dabei wären", mutmaßt der Organisationsleiter. Hobby-Sportler, die sich in einem riesigen Starterfeld nicht wohlfühlen, können sich nun trotzdem mit anderen messen. Wichtig ist laut Dietze auch, dass der Tourismus-Branche geholfen wird: "Eine Absage wäre mit Sicherheit das falsche Zeichen gewesen."