Der erste Deutsche Glockenwanderweg ist komplett

Bauwerk Pfarrer segnet die ehemalige Deutschneudorfer Gebetsglocke

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Pfarrer Michael Harzer aus Seiffen bat um den Segen für die Glocke, den gesamten Glockenwanderweg und die Wanderer, die ihn bevölkern. Foto: Jan Görner

Deutschneudorf. "Es sei ein erleichtertes und wunderbares Gefühl, den Klang der ehemaligen Gebetsglocke im Kupferweg in Brüderwiese wieder zu hören." Das sagte Wolfgang Braun von den Initiatoren des ersten Deutschen Glockenwanderweges am vergangenen Wochenende.

Aus seiner Sicht ist damit nach sieben Jahren das letzte Puzzleteil für eine Herzensangelegenheit gelegt worden. Begonnen hatte alles mit dem Wunsch, die auszurangierenden Deutschneudorfer Glocken der Nachwelt zu erhalten. Nun hängen insgesamt 16 Glocken an der 22 Kilometer langen Strecke zwischen Deutschneudorf und Seiffen.

30.000 Euro für 16 Glocken am Wanderweg

Etwa 30.000 Euro an Spendengeldern haben die Initiatoren dafür aufgebracht. Allein 13.000 Euro kostete der letze Glockenstuhl in Brüderwiese. Den hat Albrecht Bauer noch als Student der TU Dresden entworfen. Mittlerweile arbeitet er als Industriedesigner und war beim Einläuten der Glocke unter den etwa 150 Schaulustigen.

Er freute sich ebenfalls über das Erreichte. Bei der Herstellung der Bogenkonstruktion lag die entscheidende Aufgabe bei Windfried Fiedler, dem Zimmerer aus Deutschneudorf. Er baute die Holzschalung für den Stahlbeton.

Einweihung mit dem Segen Gottes

Das erste offizielle Einläuten nahm die Bürgermeisterin der Gemeinde Claudia Kluge vor. Vorher bat Pfarrer Michael Harzer um den Segen Gottes. "Nun gilt es den Glockenwanderweg zu erhalten und mit Leben zu erfüllen", sagte Wolfgang Braun.

Zur Pflege haben sich bereits der Bürgerverein und der Erzgebirgszweigverein sowie andere ehrenamtliche Helfer bereit erklärt. Am 21. August steht der Glockenwanderweg besonders im Rampenlicht. Dann findet hier die Erzgebirgische Liedertour statt.