Der Frohnauer Hammer wird zur Eisskulptur

Natur Eisiges Wetter sorgt für Eisspektakel in Annaberg-Buchholz

Jörg Scharnack (52) Museumsführer. Foto: Bernd März

Annaberg-Buchholz. Zurzeit herrscht eisige Kälte vor allem in den Mittelgebirgen. Solch eisige Temperaturen Ende Februar sind außergewöhnlich und so ist auch das Kunstwerk im Frohnauer Hammer bei Annaberg-Buchholz. Eigentlich dient das Hammerwerk als Schauwerk, doch jetzt hat es sich vorerst ausgehämmert.

Da dreht sich nichts mehr

Tagelanger Frost und Wasser haben ein seltenes Kunstwerk erschaffen. Die Wasserräder sind mit schwerem Eis überzogen und hunderte Eiszapfen hängen vom Fuhrwerk.

Maximal einmal im Winter ist ein solches Eisspektakel zu sehen- Dazu muss es tagsüber deutliche Minusgrade geben, in den Nachtstunden strenger Frost.

Kältehohepunkt wird für Donnerstag erwartet. Bis dahin kann man noch die Eiszapfen genießen. Rekordverdächtig im Frohnauer Hammer auch der Zeitraum. Noch nie gab es so viel Eis und Eiszapfen Ende Februar.

Eine Seltenheit in diesem Zeitraum

Klaus Klapper, Museumsführer sagt dazu: "Das ist das viele Eis, was sich in den letzten Tagen gebildet hat. In den letzten Tagen war es noch wenig. Jetzt waren die Kältetemperaturen immer mehr. Unter minus 18 Grad letzte Nacht. Man sieht die ganze Pracht hier, das wird die Tage noch mehr werden.

Die Technik kann man nicht vorführen. Aber es sieht sehr schön aus, in diesem Eispalast hier unten. Die Temperaturen müssen unter minus zehn Grad fallen, über mehrere Nächte hinweg. Das viele Eis zu dieser Zeit, Ende Februar ist relativ selten."