Der Glück-Auf-Park im Erzgebirge geht in die Sommerpause: Wie es danach weitergeht, ist unklar

Erst im Dezember wurde der Glück-Auf-Park in Markersbach eröffnet. Nur wenige Wochen später meldete der Betreiber Insolvenz an. Mögliche Investorenpläne haben sich zunächst zerschlagen.

Raschau

Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft des Glück-Auf-Parks gab es um Ostern herum gute Nachrichten. Nach Informationen aus dem Büro des Insolvenzverwalters hatten sich mehrere potenzielle Investoren gefunden.

Zudem stellte das Team das Gastronomiekonzept mit externer Unterstützung komplett auf den Kopf: In der Küche übernahm eine neue Chefin. Frühstücksbuffets mit hausgemachten Marmeladen, frischen Brötchen, Milch- und Eierspeisen lockten.

Preisanpassung und viele Besucher im Mai

Im Mai passte das Team an ausgewählten Tagen die Preise an und sorgte so für wahre Besucheranstürme an den Feiertagen im Mai. Besonders hoch war der Andrang am Himmelfahrtstag, wo der Park sogar an seine Kapazitätsgrenzen gelangte. Nun aber ist Schluss – erst einmal.

Wie Pressesprecher Manuel Grießbach mitteilte, geht der Park ab 1. Juli in eine Sommerpause. Demnach wird der reguläre Betrieb des Indoorspielplatzes und der Gastronomie vorübergehend unterbrochen. In der Pressemitteilung heißt es: „Im laufenden Insolvenzverfahren nutzt der Park diese Phase, um notwendige Maßnahmen gebündelt umzusetzen und die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten.“

Damit ist aber auch klar, dass sich die Investorenpläne zerschlagen haben. Ursprünglich sollte bereits in diesem Monat ein konkreter Zukunftsplan und ein Investor für den Freizeitpark feststehen.

Outdoor-Angebot fehlt

Fakt ist aber auch, dass dem Park aktuell das „Outdoor-Angebot“ fehlt. Die Arbeiten im Außenbereich sind noch lange nicht abgeschlossen. Die ursprünglichen Pläne liegen durch die Insolvenz auf Eis.

Längst hat das Team festgestellt, dass an warmen, sonnigen Tagen die Besucherzahlen im Glück-Auf-Erlebnispark schwächeln. Das bestätigte auch Pressesprecher Grießbach und begründet damit die Sommerpause.

Pause soll zur Reinigung genutzt werden

Die allerdings soll genutzt werden, um bereits angefangene Arbeiten auf dem Gelände fortzusetzen und den Indoorspielplatz einer Tiefenreinigung zu unterziehen. „Daneben wird sich organisatorischen Aufgaben sowie der Weiterentwicklung einzelner Angebotsbereiche gewidmet“, heißt es in der Mitteilung.

Wann wieder geöffnet wird, ist unklar

Ein positives Zeichen: Der Reisemobilhafen bleibt geöffnet und kann uneingeschränkt von Reisenden mit Wohnmobilen und Wohnwagen genutzt werden.

„Wir möchten die Situation offen kommunizieren. Es gibt Aufgaben, die wir anpacken müssen. Diese Pause gibt uns die Möglichkeit, dafür Zeit und verfügbare Ressourcen gezielt einzusetzen und Arbeiten konzentriert voranzubringen“, erklärt der Insolvenzverwalter Frank Rüdiger Scheffler.

Ein Wermutstropfen bleibt: Ein Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest.

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