Der Großrückerswalder Glockenband ist da

Buch Bastian Guthke und Christian Gerlach dokumentieren nicht nur den Austausch des Geläuts in der Wehrkirche

Großrückerswalde. 

Großrückerswalde. Die Feierlichkeiten anlässlich des 550-jährigen Bestehens der Großrückerswalder Wehrkirche sind vorüber. Rechtzeitig vor dem Jubiläum ist der Glockenband fertig geworden. Genau 100 Seiten dick ist das Buch, dass die Erneuerung des Geläuts der Kirche dokumentiert. Bastian Guthke als Autor und Christian Gerlach als Gestalter haben gemeinsam daran gearbeitet.

Ihnen standen viele Helfer zur Seite. Sie haben die beiden in den verschiedensten Bereichen unterstützt. Am 7. Oktober 2018 nahmen die neuen Bronzeglocken ganz offiziell ihren Dienst auf. Wie viele Stunden Arbeit in dem Buch stecken, wissen Bastian Guthke und Christian Gerlach nicht zu sagen. Darauf kommt es ihm auch gar nicht an. Fakt ist, dass nur wenige Generationen die Erneuerung eines Kirchengeläuts miterleben können. Das ist etwas ganz besonderes. Deshalb sollte das damit verbundene Geschehen festgehalten werden.

Der Inhalt des Buches geht weit über die Ereignisse des Jahres 2018 und deren umfangreiche fotografische Dokumentation hinaus. So sind darin auch Erlebnisse der Großrückerswalder nachzulesen, die schon viel länger zurückliegen. Schließlich läuten hier bereits seit dem 12. Jahrhundert Kirchenglocken. Was heute ein Automat übernimmt, wurde früher noch von Hand ausgeführt. Wie das technisch funktionierte, steht im Buch. Bei Beerdigungen etwa mussten gleich mehrere Leute mitwirken, damit das Geläut im richtigen Moment einsetzte.

Diese und weitere Geschichten hat Bastian Guthke recherchiert und in den Glockenband aufgenommen. Auch die ehemaligen Pfarrer der Gemeinde kommen zu Wort. Gesetzt hat die Rechercheergebnisse Christian Gerlach. Der Großolbersdorfer hat schon an der Erstellung der Gemeindehomepage mitgewirkt. Außerdem hat er Reiseführer für Schweden erarbeitet. Genau 550 Exemplare des Glockenbandes sind in Wolkenstein gedruckt worden. Zu kaufen gibt es sie im Pfarramt für 15 Euro. Der Preis deckt im Wesentlichen die Herstellungskosten ab. Die Auflage richtet sich symbolisch nach dem gefeierten Kirchenjubiläum.