Der Kampf für die kleinen Dinge

Soziales Seniorenbeirat hat Telefondienst eingerichtet

Sie passiert oft im Verborgenen und tritt weniger ans Licht der Öffentlichkeit: Die Arbeit des Seniorenbeirates von Annaberg-Buchholz. Seit knapp drei Jahren hat Erwin Hahn als Vorsitzender den Hut auf und engagiert sich auch mit 78 Jahren noch aktiv. Er meint: "Unsere 13 Mitglieder kommen aus Vereinen, Institutionen und Organisationen, die sich mit Senioren beschäftigen, und arbeiten alle ehrenamtlich mit." Was Erwin Hahn bedauert, ist der Wegfall der Sprechstunden. Die Begründung: "Wir mussten die Sprechstunden abschaffen, weil sie von den Bürgern in dieser Form nicht angenommen wurden. Das ist sehr schade. Wenn mehr Leute zu uns kämen, könnten wir viel mehr erreichen. Als Alternative haben wir an neun Standorten einen Telefondienst eingerichtet. So können die Bürger auch weiterhin die Seniorenbeiratsmitglieder über ihre Anliegen informieren." Es sind die kleineren Dinge, die man durchkämpft, doch für die ältere Generation sind es sehr wichtige Sachen. Zurzeit liegt dem Beirat so einiges am Herzen. Dazu gehören die Mauer an der Meisterstraße in Buchholz oder fehlende Briefkästen. Hierzu setzt sich Erwin Hahn auch mal mit der Post auseinander. "In unserem Beirat gibt es sehr rührige Leute wie Klaus Wagler, der speziell in Buchholz schon an manchen Dingen gedreht hat", lobt der Vorsitzende und appelliert: "Ich wünsche mir von den Bürgern mehr Mut zur Sache und dass sie anrufen. Ob eine Lösung möglich ist, werden wir herausfinden." Neben den Problembehebungen tut der Seniorenbeirat noch vieles mehr. Er organisiert Feste, Vorträge, Konzerte sowie die Adventsveranstaltung in der Bergkirche. Kontakt: 03733/57652 oder 03733-4269942.