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Der mit dem Esel durchs Erzgebirge und noch viel weiter geht

Abenteuer Michael Rinderle ist mit tierischem Begleiter drei Jahre unterwegs

Wolkenstein. 

Wolkenstein. Ein außergewöhnliches Duo zieht derzeit im Erzgebirge viele Blicke auf sich. Michael Rinderle, der mit seinem Esel Vaillant am 10. April im baden-württembergischen Aldingen gen Osten aufgebrochen ist, hat es inzwischen fast bis in die Nähe der tschechischen Grenze geschafft. Doch ganz so weit, wie ursprünglich geplant, wird er wohl nicht kommen. "Eigentlich wollte ich 20 Kilometer am Tag schaffen. Dann hätte ich bis nach China kommen können", sagt der 58-Jährige, der diesen Traum jedoch begraben hat. Mittlerweile hält er den Iran für ein realistisches Ziel, doch selbst für dieses Land hat er noch kein Visum beantragt.

Von Hilsbereitschaft fasziniert

Statt auf der Seidenstraße zwischen Mittelmeer und Asien sind Rinderle und sein tierischer Begleiter derzeit auf dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest unterwegs - und durchquerten dabei unter anderem mehrere Ortsteile von Wolkenstein. "Ich finde es faszinierend, wie freundlich und hilfsbereit die Leute sind", sagt der Weltenbummler, der diese Erfahrungen auch im mittleren Erzgebirge macht. So fand er in Falkenbach in einer Hütte am Sportplatz Unterschlupf für die Nacht und genoss am nächsten Tag in den Warmbader Silber-Thermen seinen ersten Badeausflug seit langer Zeit. Duschen könne er aber auch so ab und zu, denn auch dafür sorgen die Menschen, die er auf seiner abenteuerlichen Reise trifft. Sie helfen ihm - und er womöglich auch ihnen, indem er Menschen inspiriert, Träume zu leben. Eine Botschaft wolle er mit seiner Reise aber nicht vermitteln, sondern einfach Landschaft und Menschen erleben.

Ein Esel als Türöffner

"Vaillant ist dabei eine Art Türöffner für mich", sagt Rinderle über den Vierbeiner an seiner Seite, der schnell die Herzen anderer Menschen erweicht. Außerdem ist der 14-jährige Esel ein echter Kumpel von Rinderle geworden. "Wir verstehen uns gut. Ich spüre schnell, was für eine Laune er hat", sagt der Baden-Württemberger, der früher lieber auf Motorrädern unterwegs war und gern zeltete. Angetrieben von dieser Abenteuerlust ist er nun auf einer ganz besonderen Reise unterwegs, deren Ziel übrigens egal ist. Wie weit der 58-Jährige in drei Jahren kommt, spiele für ihn keine Rolle. Fest steht nur, dass er danach in seine Heimat und zu seinen drei Enkeln zurückkehrt. "Meine Kinder haben mir gesagt, sie brauchen mich", sagt Rinderle, der von seinen Erfahrungen in seinem Internet-Blog berichtet.