Der Weg ist auch weiterhin das Ziel

Welterbe Bergwerk Ehrenfriedersdorf bereitet sich auf Titel vor

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Matthias Kreibich freut sich, dass die Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf zu den Bestandteilen dazu gehört. Foto: Ilka Ruck

Ehrenfriedersdorf. Für Matthias Kreibich, den Geschäftsführer des Besucherbergwerks Ehrenfriederdsorf, ist der Weg immer noch das Ziel. Der gestandene Bergmann hofft nun, dass der neue Welterbeantrag zur "Montanregion Erzgebirge/ Krusnohori" im Jahr 2019 zum Erfolg führt.

Eine Chance für den Tourismus

Matthias Kreibich freut sich natürlich, dass das Besucherbergwerk als "Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf" zu den 17 Bestandteilen der Einreichungen gehört. Für ihn steht fest: "Bergwerke, Pochwerke und Hütten gehören zusammen. Dazu kommen Technik und Innovation. Das alles ist in Ehrenfriedersdorf zu finden. Sollte das mit dem Welterbetitel klappen, dann ist auch zukünftig ein Druck da, welterbeberechtigt zu bleiben. Es ist eine Verpflichtung zum Erhalt und auch eine noch größere Chance für den Tourismus in der Region."

Momentan laufen im Empfangsbereich Bauarbeiten. "Ich bin sehr froh darüber, dass die Stadt mit Investitionen und Fördermitteln diesen Bereich erneuert und den Gesamteindruck damit verbessert. Auch für den Röhrgraben, der zur Bergbaulandschaft dazu gehört, sind Investitionen vorgesehen. Aus meiner Sicht ist das sehr gut, denn wir müssen etwas tun um dem Welterbe gerecht zu werden", so der Chef.

Eine Bergwerksführung der besonderen Art

Als Teil des Sächsischen Industriemuseums ist das Besucherbergwerk auch in puncto museale Vermittlung aktiv. Unter dem Motto "Sammeln, bewahren, forschen und vermitteln" spielt das Bergwerk in der Region eine große Rolle.

Wichtig hierbei sind die Führungen: "Die meisten unserer Bergwerksführer sind selbst Bergleute gewesen. Sie erklären nicht nur die Technik, sondern erzählen Geschichten, die sie als Bergmann hautnah erlebt haben. Und genau das macht eine Führung interessant", betont Matthias Kreibich.