Diese Stadt im Erzgebirge verfolgt ein ambitioniertes Projekt zur Gesundheitsfürsorge

Der Wunsch ist eine 25-Meter-Schwimmhalle

Stollberg/Erzgeb.

Die Stadt Stollberg hält weiterhin an der Idee fest, auf der freien Fläche neben dem neuen Gesundheitszentrum in Hoheneck eine Schwimmhalle zu errichten. Oberbürgermeister Marcel Schmidt erklärte, dass ursprünglich eine 25-Meter-Halle geplant gewesen sei. Das Vorhaben habe jedoch nicht in die Förderkulisse des EFRE-Programms des Freistaates Sachsen gepasst.

Dennoch wolle die Stadt das Projekt nicht aufgeben und prüfe derzeit alternative Möglichkeiten, um die Umsetzung doch noch zu realisieren.

Große Nachfrage nach Aqua-Sport-Angeboten

Nach Ansicht des Oberbürgermeisters besteht in der Region ein erheblicher Bedarf an zusätzlichen Schwimmmöglichkeiten. Vor allem Angebote im Bereich des Aqua-Sports seien vielerorts vollständig ausgebucht.

„Wenn man sich umschaut, sind die Aqua-Sport-Angebote in der Umgebung alle ausgebucht. Da hat man lange Wartezeiten oder kommt gar nicht in den Genuss“, sagte Schmidt.

Besonders für ältere Menschen sowie Personen mit körperlichen Einschränkungen sei Bewegung im Wasser von großer Bedeutung. Für viele Betroffene sei Aqua-Sport eine der wenigen Möglichkeiten, etwas für die eigene Gesundheit und Mobilität zu tun.

Kooperation mit Thalheim derzeit offen

Im Stadtrat wurde zudem die Frage aufgeworfen, ob eine Zusammenarbeit mit der Stadt Thalheim zur Revitalisierung des Erzgebirgsbades möglich wäre. Eine konkrete Strategie gebe es nach Angaben des Oberbürgermeisters derzeit jedoch nicht.

„Die Stadt Thalheim hat vergangene Woche einen Fördermittelantrag eingereicht. Nun bleibt abzuwarten, wie darüber entschieden wird“, erklärte Schmidt.

Kostenanalyse für möglichen Betrieb

Parallel dazu lässt die Stadt Stollberg die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine eigene Schwimmhalle prüfen. Nach einer internen Kostenanalyse könnten die Betriebskosten überschaubar bleiben, sofern das Betreiberkonzept entsprechend angepasst werde.

Dabei gehe es vor allem darum, Verantwortlichkeiten, Führung und Wartung an die tatsächlichen Anforderungen des Bades anzupassen, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen.

Ein grundsätzlicher politischer Rückhalt für das Vorhaben ist bereits vorhanden. Der Stadtrat habe in der Vergangenheit einen Beschluss gefasst, der den Bau einer Schwimmhalle befürwortet.

Forschungsprojekt zur Geschichte von Hoheneck vorgestellt

Im Rahmen der Stadtratssitzung stellte zudem Michel Hilbert das Forschungsprojekt „Verschollene Burg im Erzgebirge – die Geschichte des Areals auf Hoheneck“ vor. Dabei ging es um historische Erkenntnisse zur Entwicklung und Bedeutung des Gebietes rund um Hoheneck.

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