Deutsch-Tschechische Begegnungen

International Grundschüler aus Komotau lernen fünf Tage mit Marienberger Kindern

Fünf Tage lang haben zehn Schüler und zwei Lehrerinnen der Grundschule Komotau (Chomutov) die Stadt Marienberg erkundet. Zwei Vormittage verbrachten sie an der Oberschule Heinrich von Trebra. Dort nahmen sie unter anderem am Deutsch- und Kunsterziehungsunterricht teil. Die anderen beiden Vormittage lernten sie gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Förderschule Johann-Ehrenfried-Wagner. Hier gehörten Filzen und Kochen im Hauswirtschaftsunterricht zum Programm der Tschechen. An den fünf Nachmittagen erkundeten sie die Stadt Marienberg und deren Umgebung. Ihre Ausflüge führten sie ins Bergmagazin, zum Pferdegöpel und nach Annaberg-Buchholz. Abends fielen sie müde in die Betten der Baldauf-Villa. Das Vertiefen ihrer Deutschkenntnisse und das Kennenlernen der jungen Leute bildeten zwei der wesentlichen Ziele ihres Aufenthalts in Sachsen. "Das ist uns gelungen. Wir haben uns mit allen sehr gut verstanden", sagte die 14-Jährige Lenka Sekerková. Berührungsängste mit den geistig behinderten Schülern der Johann-Ehrenfried-Wagner-Schule habe sie nicht gehabt. "Bei uns sind behinderte Kinder in den Klassen integriert", versicherte sie. Für die Schüler der Förderschule war der Besuch ein Erlebnis. "Sie haben neue Leute aus einem anderen Land und einer ganz anderen Muttersprache kennen gelernt. Dazu haben sie sonst kaum die Chance", sagte Claudia Kunze. Die Schneebergerin ist pädagogische Unterrichtshilfe an der Einrichtung. Der Kontakt zwischen den Schulen kam über private Bekanntschaften in den Lehrerkollegien zu Stande. Das Projekt wurde von der Tschechischen Seite seitens der Europäischen Union gefördert.