Deutsche Damen holen kompletten Medaillensatz

Skeleton Auftakt zum Bob & Skeleton Weltcup in Altenberg

Zum Auftakt des Weltcupwochenendes feierten die deutschen Skeletondamen einen Dreifacherfolg. Jacqueline Lölling (Mitte) gewann vor Tina Hermann (li) und Anna Fernstädt. Foto: Thomas Fritzsch

Altenberg. Der DKB Eiskanal in Altenberg war für die deutschen Skeletonis heute erneut ein gutes Pflaster. Zum Auftakt des 6. BMW IBSF Bob & Skeleton Weltcup der Saison dominierten am Vormittag die deutschen Starterinnen die Damen-Konkurrenz.+

Wie bereits im Vorjahr gewann Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) vor Vizeweltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee), die im Januar 2017 ebenfalls Silber holte. Platz drei sicherte sich Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden).

Beste Aussichten für Gesamtwertung

Mit ihrem Sieg baute Jacqueline Lölling zudem ihre Führung in der Gesamtweltcup-Wertung weiter aus. Den letzten Dreifacherfolg deutscher Skeleton-Damen in Altenberg feierten Kerstin Szymkowiak, Marion Trott und Anja Huber in der Saison 2009/2010.

Jacqueline Lölling sagte nach ihrem Sieg: "Mit dem Ergebnis bin ich superglücklich. Das war auch mein Ziel, ich wollte hier gewinnen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe ich mich hier am Start um eine Zehntel gesteigert, aber es fehlt immer noch was. Aber wenn die kniffeligen Altenberger Passagen - das Omega und der Kreisel - passen, dann fällt es mir leicht, den Schlitten auch mal laufen zu lassen. Vielleicht ist das das Geheimnis."

Vier von sechs Podestplätzen gesichert

Mit seiner Bronzemedaille schaffte Christopher Grotheer (BSR Oberhof) am Nachmittag dann noch die Wiederholung des Altenberger Mannschaftsergebnisses aus der Vorsaison, als das deutsche Team ebenfalls vier von sechs möglichen Podestplätzen belegte. Siegreich in der Männerkonkurrenz war der Koreaner Sungbin Yun mit einem Vorsprung von knapp vier Zehnteln vor dem Russen Alexander Tretiakov.

Christopher Grotheer zeigte sich nach dem Rennen zufrieden: "Im ersten Lauf hatte ich Glück mit der Startnummer, aber auch noch ein paar Fahrfehler. In Runde zwei war der Start besser und ich konnte eine höhere Geschwindigkeit mit in die Bahn nehmen." Zweitbester Deutscher wurde Alexander Gassner auf Platz sieben.

Axel Jungk fällt zurück

Lokalmatador Axel Jungk musste sich nach einem Fahrfehler im ersten Lauf mit einem Rückstand von anderthalb Sekunden und Rang acht begnügen. Mit der drittbesten Laufzeit in Runde zwei hatte er sich zumindest noch um vier Plätze verbessern können.

Nach dem Rennen sagte er: "Ich hatte schon im Training Probleme, kam einfach nicht zurecht. Altenberg ist eigentlich meine Lieblingsbahn, meine Heimbahn. Ich weiß, dass die Fans kommen. Da will man was bieten. Und da hab ich mir vielleicht einfach zu viel Druck gemacht. Dazu kommt, dass heute im ersten Lauf schwere Bedingungen waren. Da hat es mich im Omega gleich zu Beginn hochgezogen und den Fehler merkt man auch noch in Kurve 14 - 15. Der zweite Lauf war zum Glück besser, aber auch noch nicht das, was ich mir vorstelle."

Der Zeitplan (Änderungen vorbehalten):

Samstag, 06.01.2018

13:00 Uhr Zweierbob Frauen (1. und 2. Lauf)

17:15 Uhr Zweierbob Männer (1. und 2. Lauf)

Sonntag, 07.01.2018

13:45 Uhr Viererbob Männer (1. und 2. Lauf)

Hundert Fans unterstützen ihren Axel

Rund 100 Fans in zwei Reisebussen sind Freitagmorgen in Altenberg angereist, um ihren Skeleton-Piloten Axel Jungk aus dem Ort zu unterstützen. Uwe Richter aus Hohndorf (57 Jahre) Axel-Jungk-Fanclub: "Axel hat sehr viel Pech gehabt mit einem Beinahe-Sturz. Dabei hatte er Glück, dass er auf dem Schlitten blieb. Er hat ihn dennoch runter gebracht und ist damit zu Ende gefahren. Jetzt heißt es noch einmal, voll auf Angriff zu fahren. Eine Verbesserung, obgleich der Sieg weg ist. Das wäre schon super. Es herrscht dennoch im Axel-Jungk-Fanclub eine riesige Stimmung."

Klaus Fischer, Trainer im RSV Venusberg: "Uwe ist bei uns im Radsportverein und war lange Zeit Vorsitzender. Er hat mich heute mit hergeschleppt. Ich bin für Live-Sport zu haben. Das ist etwas völlig anderes, als es im Fernsehen zu verfolgen. Einfach schade, Axel hat einfach Pech gehabt. Nun wollen wir hoffen, dass er im 2. Lauf noch etwas daraus machen kann."