Deutsche Meisterschaft des Motocross in Lugau

Sport 67. Auflage des ADAC Motocross zieht 750 Zuschauer an

Der Chemnitzer Gaststarter und EM-Siebte Jeremy Sydow fuhr zwei starke Rennen auf seiner Heimstrecke. Foto: Thomas Fritzsch

Lugau. Weder Brückentag noch einige Motorsportveranstaltungen in der Region haben die treuen Fans am ersten Tag im Oktober abhalten können, nach Lugau zu kommen. Insgesamt zog es rund 750 Zuschauer zur 67. Auflage des ADAC Motocross. Die 1400-Meter-"Glück Auf"-Motocross-Strecke an der Zechenstraße war gleichermaßen Plattform für die Protagonisten der Sächsischen und der Deutschen Meisterschaft.

Neben den Finalläufen in den Klassen 65, 85 und 125 ccm in der Deutschen Jugend-Meisterschaft, bog mit dem Finale auch die Sachsenmeisterschaft auf die Zielgerade ein. Insgesamt waren es 52 Motocrosser aus allen Teilen Deutschlands, Russlands und der Schweiz. "Immer ein besonderes Highlight ist das Küren der Deutschen Meister auf unserer Rennstrecke", sagte der Rennleiter Thomas Krodel.

Pech für Neuwürschnitzer

In der kleinsten Hubraumklasse bis 65ccm wurde Niklas Ohm aus Schwerin mit zwei souveränen Siegen Deutscher Jugendmeister. Pech hingegen hatte Tom Landgraf aus Neuwürschnitz. Es unterlief ihm bei einem Sprung ein Fahrfehler, wodurch er auf Platz 3 der Tages-Gesamtwertung zurückgeworfen wurde. "Das Training ist für Tom mit Platz 2 sehr gut gelaufen", sagte Vater Ringo. "Dann der erste Wertungslauf auf zwei beendet. Im Folgelauf war der Start super, doch gegen Ende passierte ihm ein Fahrfehler, er stürzte beim Sprung und fiel dadurch auf Platz 3 zurück. Unser erstes Fazit ist dennoch, die Deutsche Meisterschaft ist für Tom richtig gut gelaufen. Zwei Rennen haben wir auslassen müssen und zweimal schlug die Defekthexe zu, wir hatten am Reifen Plattfuß." Nun stehe noch der Supercross in Chemnitz an.

Die Deutschen Meister

Mit einem Sieg und einem 11. Platz wird Simon Längenfelder (Klasse 85ccm) aus Oberkotzau Deutscher Meister. In der hubraumstärksten Kategorie, der 125ccm-Klasse, landet Lion Florian aus Erding einen Doppelsieg und wird souverän Deutscher Meister. Neben der Deutschen Meisterschaft kämpften die Protagonisten um den Titel des Meisters in der Sachsenmeisterschaft (Klasse Masters). Dieser ist, mit zwei 2. Plätzen, Danny Neubauer aus Kirchberg. Die beiden Laufsiege gingen hier allerdings souverän an einen Gaststarter, den EM-Siebten vom MSC Lugau, Jeremy Sydow aus Chemnitz.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

"Es lief gut, die Vorbereitungen auf das DM-Finale klappten gut. Nur das Wetter war gegen uns, die Strecke war heute Morgen ganz schön glatt und sehr schlammig. Doch es hat sich schnell beruhigt", sagte Rennleiter Thomas Krodel vom MSC Lugau. "In den Rennen hatten wir perfekte Bedingungen, es staubte nicht und zum Morgen gesehen war es sehr griffig." Er bedauert, dass der Regen viele Zuschauer davon abgehalten habe, die Halde zu besuchen. Dennoch wurden den Anwesenden gute Rennen geboten. "Bedanken möchte ich mich bei den 70 Helfern, die allesamt wieder perfekte Arbeit geleistet haben und ohne die eine derartige Veranstaltung nicht durchführbar wäre", fügt er hinzu.

Und weil nach dem Rennen vor dem Rennen ist, nimmt der Veranstalter MSC Lugau nun die Vorbereitungen für den Supercross in Chemnitz in Angriff, der in zwei Monaten, am Wochenende des 1. und 2. Dezember, stattfindet.