Die Alpine Skisaison ist auch in Eibenstock beendet

Saison Sie fällt der Corona-Pandemie zum Opfer

Eibenstock. 

Eibenstock. Die winterlichen Bedingungen im Erzgebirge sind derzeit nahezu perfekt für Wintersport. Doch die Alpine Skisaison in Sachsen ist beendet - sie fällt, wie vieles andere auch der Corona-Pandemie zum Opfer. Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch hat sich per Videokonferenz mit den Skiliftbetreibern der sächsischen Wintersportregionen Oberwiesenthal, Eibenstock, Schöneck und Klingenthal verständigt. Das Ergebnis: auf Grund der aktuellen Situation der Pandemie gibt es leider keine Grundlage für eine alpine Skisaison im Winter 2020/2021. Mit dieser Entscheidung gebe man den Liftbetreibern Planungssicherheit, damit unnötige Kosten vermieden werden. Nach der aktuellen Sächsischen Corona-Schutzverordnung ist der Betrieb von Skiliftanlagen bis zum 7. Februar untersagt. Und das auch nach diesem Zeitraum das anhaltende Infektionsgeschehen keine entsprechenden Lockerungen erwarten lässt, sei absehbar.

 

"Uns ist die Zeit davongelaufen"

Wir haben eine Entscheidung gebraucht, sagt Stefan Uhlmann, Betriebsleiter der Ski-Arena in Eibenstock: "Uns ist die Zeit davongelaufen. Das Schneemachen, was nur geht, wenn es entsprechend kalt ist, war nur ein Thema. Wir haben versucht unseren Standpunkt klar zu machen und aufgezeigt, wie ein Skibetrieb funktionieren kann, mit Hygieneregeln und Online-Ticketing." Jetzt kommendes Wochenende gäbe es eine Chance, den Naturschnee mit Kunstschnee zu ergänzen. Doch Barbara Klepsch habe klar formuliert, es werde in Sachsen 2020/2021 keinen Wintertourismus geben. Die Infektionszahlen seien so hoch, dass es keinerlei Spielraum gäbe, das zuzulassen, erzählt Uhlmann.

 

 

Gesprochen worden ist in der Videoschalte auch darüber, wie die Einnahmeausfälle der Skiliftbetreiber kompensiert werden können. Dazu will sich die Ministerin in Kürze erneut mit den Skiliftbetreibern verständigen. In Sachsen werden die Lifte sowohl von Privaten als auch von Kommunen und von Vereinen getragen. Es gibt Corona-Hilfspakete, doch die treffen auf Vereine nicht zu. "Wir finden es positiv, dass es die Videoschalte weiter geben wird, um eine Lösung zu finden, damit niemand auf der Strecke bleibt egal wie groß der Lift ist. Es gibt in der Region auch viele kleinere Anlagen", so Uhlmann. Überlegt wird außerdem, wie man den Ganzjahrestourismus vor Ort noch stärker forcieren kann.