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Sachsen

Die Bergstadt Lößnitz: Eine Stadt der Handwerker

Tradition Nachwuchs schlüpft in Handwerker-Rollen

Lößnitz. 

Lößnitz. Die Bergstadt Lößnitz - eine Stadt der Handwerker: unter dieser Überschrift sind die jungen Stadtführer zum Tag des Handwerks am Samstag im Rahmen eines eigens dafür geschriebenen Stücks im Bürgerhaus in Lößnitz aufgetreten. Eingebunden sind zehn Kinder vom dritten bis sechsten Schuljahr. Steffi Rathe ist seit 30 Jahren Vorsitzende der Lößnitzer Heimatfreunde. Sie hat für jeden ein Berufsbild geschrieben. Die jungen Leuten tragen nicht nur entsprechend den Handwerken die Kleidung, sondern können auch einiges dazu erzählen.

Besondere Ausstellung in Heimatstube des Bürgerhauses

Die Tuchmacher, Tuchscherer, Schuhmacher, Gerber, Nadler, Posamentierer und Putzmacher haben in Lößnitz ein Fundament, erklärt Steffi Rathe, die neugierig macht: "Zum 330. Weihnachtsmarkt in Lößnitz soll es in diesem Jahr in der Heimatstube des Bürgerhauses eine ganz besondere Ausstellung geben unter dem Motto "Gut behütet, gut zu Fuß - mit Eleganz durch die Bergstadt Lößnitz". Das Ganze hängt mit 500 Jahren Modewelt zusammen."

Historie aufleben lassen

Schon im 14. und 15. Jahrhundert hat es Innungsbriefe gegeben, die im Stadtarchiv übermittelt sind, wie Steffi Rathe sagt: "Aus dem Handwerk sind am Ende die Lößnitzer Schuhindustrie und die Lößnitzer Bekleidungsindustrie entstanden und das Zentrum der Leichtindustrie in der DDR bis 1990. Wir wollen das Ganze aufleben lassen und deshalb schlüpfen die jungen Stadtführer in die Rolle von Handwerkern." Die Mädchen und Jungen haben viel gelernt über ihre Stadt und sie wissen jetzt, was beispielweise die Gerbergasse oder Schuhmachergasse für eine Bedeutung haben.

In andere Rollen schlüpfen

Der Bezug zur Stadt ist ein ganz anderer, wenn man sich Dingen auseinandersetzt. Der elfjährige Loris Zill schlüpft in die Rolle des Hutmachermeisters und sagt: "Es ist interessant Dinge von früher zu erfahren und viel über die Altstadt zu lernen."