Die Bibel sehen, fühlen und verstehen

Sonderausstellung Lauterer Christen holen einzigartige Schau zu sich

Die Bibel ist für viele kein einfaches Buch. Für Christen ist sie sogar das Buch der Bücher. Und dieses steht im Kulturhaus Lauter-Bernsbach bis zum 19. Oktober im Mittelpunkt. Dort ist die Wanderbibelausstellung von Alexander Schick zu sehen. Der Sylter hat die Schau bereits 1992 entwickelt und erzählt in ihr unter der Überschrift "Von der Keilschrift zur Computerbibel" die Geschichte der Bibel. Von einer sensationellen Ausstellung spricht Holzbildhauer Tobias Michael, der sich sehr freut, dass die Schau nun endlich auch in seiner Heimatstadt gezeigt werden kann.

Warum Michael von dieser Ausstellung schwärmt, erfährt jeder, der sie besucht. Stefan Kraus ist einer der Initiatoren, die die Schau nach Lauter geholt haben: "Wer Interesse hat, der kann sich von den Helfern durch die Ausstellung führen lassen." Das ist besonders für "Unbeleckte" sehr empfehlenswert, denn dadurch werden sie auf die Besonderheiten aufmerksam gemacht.

So zeigt die Schau Keilschrifttafeln und Papyrusrollen, entführt in die Höhlen von Qumran am Toten Meer. Dort wurden 1947 überraschend etwa 850 Schriftrollen in Tongefäßen entdeckt. Damit die Besucher nicht nur lesen müssen, sondern die Bibel auch spüren und begreifen, stehen natürlich Tongefäße in einer Ecke der Höhle und sind Duplikate der berühmten Jesajarolle ausgestellt.

Ein Bereich der Schau widmet sich dem Vogtländer Constantin von Tischendorf, der als bekannter Bibelschriftenforscher des 19. Jahrhunderts gilt.

Tischendorfer war derjenige, der den Schatz aus dem Katharinen Kloster entdeckte. Die Schau hat von Montag bis Freitag 9 bis 14 und 16 bis 20 Uhr geöffnet. Am Wochenende kann sie von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Eine Führung zu nutzen, ist sehr empfehlenswert.