Die ersten 1.890 Meter

Einweihung Wasserwerke Westerzgebirge erneuern Fernwasserleitung

Wie kommt das Wasser von der Trinkwassertalsperre Carlsfeld in die Haushalte? Natürlich über die Fernwasserleitung Carlsfeld-Johanngeorgenstadt. Eben diese Fernwasserleitung wurde bereits in den 50er Jahren gebaut und muss nun Schritt für Schritt erneuert werden. Der erste 1.890 Meter lange Bauabschnitt wurde nun fertig gestellt und konnte am vergangenen Freitag offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Bei der Baumaßnahme wurde ein spezielles Verfahren angewendet, welches ein Rohrtauschen ohne großflächige Baggerarbeiten ermöglicht. Die Schwarzenberger Firma FSL Rohrleitungsbau GmbH setzte das Relining-Verfahren ein. "Wir haben für 75.000 Euro ein sogenanntes Berstlining-Gerät angeschafft", sagt FSL-Chef Bernd Lorenz und erläutert die Verfahrensweise: "Dabei handelt es sich um ein hydraulisches Gerät, das Gestänge durch bestehende Leitungen schiebt." Auf dem Rückweg werden dann die neuen Rohre durchgezogen.

Die neuen Gussrohre im Fall besagter Fernleitung haben einen Durchmesser von 30 Zentimeter. "Die ursprünglichen Rohre haben einen Durchmesser von 60 bis 80 Zentimeter", so Dr. Frank Kippig, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW). "Die Leitung versorgt unter anderem Eibenstock, Johanngeorgenstadt, Breitenbrunn und Teile von Schwarzenberg sowie das Krankenhaus Erlabrunn mit Wasser", so Kippig weiter.

Insgesamt werden knapp 20.000 Einwohner täglich mit 2000 Kubikmeter Wasser versorgt. Besonders froh und stolz ist Dr. Kippig auf den Verlauf der Baumaßnahme: "Wir waren schneller als geplant fertig." Nach fünf Monaten Bauzeit und Baukosten von 831.400 Euro konnte das erste Wasser durch die Leitung fließen.