• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Die Forderung lautet: "Wir wollen Tarif"

Streik Warnstreik vor den Toren der Auerhammer Metallwerke

Aue. 

Aue. Tarif wollen wir - das haben Mitarbeiter der Auerhammer Metallwerke in Aue heute lautstark gefordert. Vor dem Firmengelände hat es einen, von der IG Metall Zwickau, organisierten mehrstündigen Warnstreik über alle Schichten hinweg gegeben. Ziel ist es, einen verbindlichen Stufenplan zur Angleichung der betrieblichen Entgelttabelle auf das Niveau der sächsischen Metall- und Elektroindustrie mit dem Unternehmen zu vereinbaren. Der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen sowie eine Weiterentwicklung von Einmalzahlungen, wie zusätzliches Urlaubsgeld und eine Erholungsbeihilfe, sind weitere Forderungen.

Mit Corona lässt sich nicht alles entschuldigen

Mit dem Warnstreik möchte die IG Metall Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen. Fünf Verhandlungsrunden hat es bisher gegeben und die Arbeitgeberseite habe sich nur minimal bewegt, heißt es. Gewerkschaftssekretär Stefan Fischer sagt: "Trotz der schwierigen Situation darf Corona keine Ausrede sein." Wir wollen nicht weiter betteln, sondern endlich das, was uns zusteht, sagt Gewerkschaftssekretär Marcel Bathis: "Man hört immer wieder, wir haben Corona, doch damit lässt sich nicht alles entschuldigen. In der Fläche ist seit 2018 die Entgelttabelle nicht mehr erhöht worden. Die Metall- und Elektroindustrie jammert auf hohem Niveau. Die Betriebe sind ja nicht kaputtgebombt worden durch Corona, sondern sie stehen in den Startlöschern, um nach der Pandemie den Weltmarkt weiter mit Produkten zu versorgen." In der Fläche werde genauso argumentiert, wie bei Auerhammer, sagt Bathis: "Das, was gezahlt wird, sei das Maximum, was geht, bekommt man zu hören." Der Streik ist notwendig, sagt Marcel Korward. Der 35-jährige ist seit 2018 bei den Auerhammer Metallwerken beschäftigt: "Tariflohn kannte ich aus dem Unternehmen, wo ich zuvor beschäftigt war und ich möchte, dass wir das auch hier erreichen." Seit vier Jahren ist Andre Kilian aus Zschorlau bei den Auerhammer Metallwerken: "Aktuell haben wir auch Einbußen durch Kurzarbeit." Parallel zum Warnstreik habe man die Arbeitgeberseite angeschrieben, erklärt Gewerkschaftssekretär Marcel Bathis: "Wir wollen, dass das Signal gesehen wird und die Arbeitgeberseite sich mit uns an einen Tisch setzt und hoffentlich das Angebot überarbeitet, sodass wir zu einem guten Ergebnis kommen." Vorgeschlagen ist der 17. März als Verhandlungstermin.



Prospekte