Irre Trainingseinheit im Erzgebirge: EHV Aue versucht sich im Fußball

Handballer des EHV Aue im Spiel gegen die Fußballer des SV Affalter

Lößnitz

Was passiert, wenn man Handballer, die normalerweise Tore per Sprungwurf erzielen, plötzlich die Hände „fesselt“ und auf den Rasen schickt? Sie stehen vor einer Herausforderung. In einem Duell der Disziplinen haben die Handballer des EHV Aue am Abend die Fußballer des SV Affalter auf deren eigenem Platz herausgefordert.

Trainingswoche, Rollenverteilung und Erwartungen

„Die erste Trainingswoche war schon recht hart. Das Fußball-Spiel sollte einfach eine willkommene Abwechslung sein und das war es. Um mehr ging es nicht. Das wir fußballmäßig nicht auf dem allerbesten Stand sind vor allem auf dem Großfeld, war klar. In der Halle sieht das etwas anders aus. Sicher hätte ich gehofft, dass das Ergebnis nicht so klar ausfällt“, sagt EHV-Coach Uwe Jungandreas, der beim Fußball das Zepter an EHV-Neuzugang Jakub Tonar übergeben hat.

Selbstorganisation stößt an Grenzen

„Das mache ich immer so“, meint Jungandreas: „Bei solchen Einheiten möchte ich sehen, wie sich eine Mannschaft selbst organisieren kann. Die Jungs haben das versucht, aber die Nachteile, die man als Handballer im Fußballerischen hat, sind allein mit Organisation nicht zu kompensieren.“

Ergebnis, Stimmen und Torschützen

Der Endstand: 8:3 für Affalter. Jakub Tonar sieht das Ganze locker: „Für uns war das Spiel ein Ausdauerblock. Mit Ball macht das natürlich mehr Spaß, als auf der Bahn in einem Stadion. Wir haben versucht gegen zu halten, aber die Jungs von Affalter machen das richtig gut. Im Endeffekt war es ein cooles Match und es hat allen Spaß gemacht.“ Für den EHV Aue haben Robin Pfeil (2 Tore) und Justin Döbler (1 Tor) getroffen. Für den Kreisligisten SV Affalter trafen Richard Krutzsch, Colin Bachmann (2), Jan-Luca Sehm (2), Paul Keller, Maximilian Wirth und Jeremy Frank. EHV-Kapitän Sebastian Paraschiv sagt: „Es ist schön, an der frischen Luft zu sein. Ansonsten ist es ja nicht das erste Mal, dass wir auf Großfeld gespielt haben. Dennoch ist es immer wieder ungewohnt. Natürlich haben wir unser Bestes gegeben und wollten gewinnen, aber das ist nahezu unmöglich gewesen. Für uns stand beim Spiel eher das Läuferische im Vordergrund.“

Affalters Fazit und der weitere Trainingsplan

Auf Seiten des SV Affalter zeigt sich Trainer Silvio Tonne zufrieden: „Für das erste Spiel war es ok. Was ich gemerkt habe ist, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben gerade in der Abwehr.“ Heute steht für den EHV Aue noch eine Trainingseinheit in der Halle an, Sonntag ist frei und am Montag geht‘s mit dem Training weiter.

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