Die Heizkosten im Blick behalten

Kontrolle Energiebewusst heizen und die Abrechnung checken

Heizkörper nicht mit Möbeln oder Gardinen abdecken, mehrmals täglich für wenige Minuten die Fenster weit öffnen, statt sie stundenlang "auf Kipp" zu stellen, eine möglichst gleichmäßige Raumtemperatur halten: Schon mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man kräftig Heizkosten sparen. Wichtig ist es außerdem, Mängel an der Heizungs- oder Warmwasseranlage umgehend dem Vermieter zu melden. Nur so kann man Mietminderungsrechte geltend machen, die sich daraus möglicherweise ergeben. Das Gleiche gilt für nicht ordnungsgemäß schließende Türen und Fenster.

Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Abrechnung legen. Relativ einfach ist es noch, wenn ein direkter Vertrag mit einem Versorgungsunternehmen besteht. Dabei wird der gemessene Verbrauch zum vereinbarten Preis ab- und mit den gezahlten Abschlägen verrechnet. Komplizierter ist die Ermittlung der Heizkosten im Rahmen einer Nebenkostenabrechnung durch den Vermieter. Denn hier werden die Kosten nur teilweise nach Verbrauch festgesetzt. Betriebskostenprüfer Mathias Ostmeyer vom Interessenverband Mieterschutz e.V. in Hannover erklärt: "Die Heizkostenverordnung (HeizkV) schreibt vor, dass der Vermieter die Kosten der Wärme- oder Warmwasserversorgung mindestens zu 50 Prozent höchstens, aber zu 70 Prozent nach Verbrauch und ansonsten anhand der anteiligen Wohnfläche umlegen muss." Dies soll die unterschiedlichen thermischen Eigenschaften der Wohneinheiten ausgleichen. Denn logischerweise muss in einer Erdgeschosswohnung mehr geheizt werden als in der Wohnung darüber. Es lohnt sich also, die Nebenkostenabrechnung genau zu prüfen. Infos unter www.ivmieterschutz.de.